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Putin schickt so viele Raketen wie nie gegen Kiew: „Schlimmste Nacht meines Lebens“

Putin schickt so viele Raketen wie nie gegen Kiew: „Schlimmste Nacht meines Lebens“
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Kiew – Moskau setzt seinen Raketen-Terror gegen Kiew gnadenlos fort! In der Nacht griffen die Russen mit so vielen ballistischen Raketen an wie noch nie seit Beginn der Invasion auf die gesamte Ukraine im Februar 2022. Der geschäftsführende Außenminister Andrij Sybiha (51) schrieb auf der Online-Plattform X, Russland habe rund vier Dutzend Raketen abgefeuert. Sybiha fordert eine angemessene und starke Reaktion – es brauche mehr Druck auf die Führung in Moskau, um den Terror zu beenden.

Die ukrainische Luftwaffe meldete, Russland habe bei dem Angriff auf Kiew insgesamt 41 ballistische Raketen – darunter Iskander-M-Raketen – sowie Zirkon-Hyperschallmarschflugkörper, eingesetzt. Davon habe die Luftabwehr aber nur 18 Raketen abfangen können. Auch 125 Drohnen kamen den Berichten zufolge zum Einsatz. Die Ukraine appelliert immer wieder an die Verbündeten (insbesondere die USA), mehr Munition für die Luftabwehr zur Verfügung zu stellen.

Nach Angaben der Behörden wurde mindestens ein Mensch getötet und weitere 13 verletzt. In mehreren Stadtteilen Kiews brachen Brände aus – darunter in einem Wohnheim, einem Wohnhaus und einem Supermarkt, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko (55) mit. Eine Explosion war nach Angaben von Augenzeugen so stark, dass im Stadtzentrum die Alarmanlagen geparkter Autos ausgelöst wurden. Die U-Bahn-Station „Lukjaniwska“ wurde geschlossen, nachdem einer der Eingänge durch den Angriff zum Einsturz gebracht wurde.

Putin setzt gezielt auf Terror gegen Kiew

Der Terror begann gegen 1.30 Uhr: Zu diesem Zeitpunkt waren in Kiew die ersten Explosionen zu hören. Zeitgleich heulten in weiten Teilen der Zentral- und Ostukraine die Sirenen. „Es war die schlimmste Nacht meines Lebens“, sagte Eleonora Belei (30) dem „Kyiv Independent“. Auch ihr Wohnhaus im Kiewer Stadtteil Lukjaniwska ist bei den Angriffen beschädigt worden. Das Viertel werde fast jeden Monat angegriffen, so Belei. „Aber noch nie war es so nah.“

Die Angriffe folgten einen Tag nach ukrainischen Drohnenangriffen auf zwei Logistikzentren des Online-Händlers Wildberries in Russland, aus denen laut ukrainischen Angaben auch Drohnenkomponenten an die Front geliefert wurden. Dabei sollen acht Menschen getötet worden sein. Als Reaktion drohte Grigory Karasin (76), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im russischen Föderationsrat, mit einer schnellen und harten Vergeltung.

Russland behauptet immer wieder, es ziele ausschließlich auf militärische Infrastruktur in der Ukraine – doch das Gegenteil ist der Fall. Seitdem der Ukraine immer wieder Schläge weit im russischen Hinterland (und auch im Moskauer Umland) gelingen, verstärkt der Kreml seinen gezielten Terror auf die ukrainische Bevölkerung, insbesondere in der ukrainischen Hauptstadt.

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