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Infantino kann Fußball nicht leiden, deshalb macht er ihn kaputt

Infantino kann Fußball nicht leiden, deshalb macht er ihn kaputt
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Es gibt im Fußball Regeln, die wirklich jeder (also auch ich) kennt und über die man deshalb gar nicht sprechen muss. Eine Mannschaft hat elf Spieler. Ein Spiel dauert 90 Minuten und die Halbzeitpause 15 Minuten. So war das immer. Bis Sonntag.

Nun soll beim WM-Finale in New York die Halbzeitpause verlängert werden. Und zwar wahrscheinlich drastisch. Wenn es stimmt, was ich in den letzten Tagen so gelesen habe, dann sollen Shakira und Madonna, Justin Bieber und die K-Pop-Giganten BTS auftreten. Und das sind noch nicht alle.

Jede Wette, das ist auf dem Mist von Gianni Infantino gewachsen. Das ist der Mann, der den Weltfußballverband FIFA anführt, aber meiner Meinung nach nichts für den Fußball übrig hat. Deshalb macht er ihn kaputt.

Die FIFA mit Sitz in der Schweiz genießt zwar Steuerprivilegien und definiert sich selbst als gemeinnützigen Sportverband, ist aber in Wahrheit eine milliardenschwere Gelddruckmaschine mit Funktionären, die sich selbst die Taschen vollmachen.

Irgendwie ist ja die Halbzeitshow am Sonntagabend nur der konsequente Abschluss von Infantinos Vernichtung des Fußballs, wie er mal war und wir Fans ihn liebten.

Ich meine, nichts gegen Weltstars wie Madonna! Ich habe sie selbst mehrfach live gesehen. Eine der größten Künstlerinnen unserer Zeit. Aber muss sie in der Halbzeit des WM-Endspiels auftreten?

Bei mir ist es so: Ich mag zum Beispiel Bolognese und ich mag Döner. Aber niemals beides zusammen. Weil es nicht zusammengehört. So ist es auch mit Fußball und Madonna. Sorry.

Auf dem FIFA-Mist ist auch die Trinkpause, „Hydration Break“, gewachsen. Das ist die Halbzeit in der Halbzeit, klingt fast ein bisschen medizinisch, hat aber nur einen einzigen Zweck: noch mehr Geld durch Werbung. 38 Grad im Schatten waren nämlich eher die Ausnahme. Darüber ist genug geschrieben und (mit Recht) gemeckert worden.

Natürlich verändert sich der Fußball. Regeln sollen und dürfen sich ändern, wenn sie das Spiel gerechter oder besser machen. Ich schimpfe auch nicht reflexhaft über jede Neuerung. Torlinientechnik? Hervorragend. Fünf Auswechslungen? Warum nicht? VAR? Zugegeben, immer noch strittig, aber ich habe zumindest das (richtige) Ziel verstanden: mehr Gerechtigkeit. Aber ein Musik-Festival in einer verlängerten Halbzeitpause des Finals? Soll das für die Spieler eine Erleichterung sein? Kommen die nicht völlig aus dem Tritt, wenn die Pause so lange dauert?

Den Super Bowl in den USA unterhaltungsmäßig übertreffen, das hat sich die FIFA so gedacht. Der Super Bowl ist seit Jahrzehnten Unterhaltung mit Football. Die WM war immer Fußball mit etwas Unterhaltung. Für mich steht fest: Der Fußball braucht keine Halbzeitshow. Er ist die Show.

Abgesehen davon reicht mir unterhaltungstechnisch die Übergabe des WM-Pokals durch den FIFA-Präsidenten mit Donald Trump aus. Mehr geht ja nicht. So hat es Infantino auch mit seinem lieben Freund Wladimir Putin 2018 bei der WM in Russland gemacht und 2022 mit seinem lieben Freund, dem Herrscher des Hamas-Unterstützer-Emirats Katar.

Und so wird es Infantino 2034 sicherlich auch mit Blut-Prinz Mohammed bin Salman in Saudi-Arabien tun. Abgewählt wird der Fifa-Boss bis dahin wohl nicht. In einem Clan wird der Boss ja auch nicht abgewählt.

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