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Würstchen-Firma zum dritten Mal insolvent: Traditionsbetrieb steht still

Würstchen-Firma zum dritten Mal insolvent: Traditionsbetrieb steht still
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Halberstadt (Sachsen-Anhalt) – Noch im Januar feierten sie das Ende ihrer Insolvenz. Durch eine Kooperation mit dem berühmten Feinkosthaus Käfer präsentierte das Unternehmen neue Zukunftsperspektiven. Doch jetzt folgt der nächste Rückschlag: Die Produktionsfirma hinter den bekannten Halberstädter Würstchen hat erneut Insolvenz angemeldet.

Für die „Halberstädter Konserven GmbH“, eine Tochterfirma von „Halberstädter Würstchen“, hat das Amtsgericht Magdeburg eine vorläufige Insolvenz angeordnet. Das geht aus dem Portal insolvenzbekanntmachungen.de hervor. Laut Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) steht die Produktion seit dieser Woche still.

So geriet das Unternehmen in Schieflage

Das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt hat seit Jahren Probleme. Bereits Ende 2023 war der Produktionsbetrieb insolvent. Im Frühjahr 2024 wurde er mit mehr als 50 Mitarbeitern neu gegründet. Schon im Dezember desselben Jahres ging die Würstchen-Firma erneut pleite.

Auch die zweite Insolvenz wurde überwunden. Das Unternehmen setzte auf neue Produkte und die Zusammenarbeit mit dem Münchner Feinkosthaus Käfer. Zudem sollten neue Sortimente in den Bereichen Bio und Geflügel zusätzliche Wachstumschancen eröffnen.

Im April 2026 dann der Schock: Die Würstchen-Familie gab endgültig auf. Die Eigentümer wollten für den Betrieb und die Marke „Halberstädter Würstchen“ einen Käufer suchen. Prokuristin Silke Erdmann-Nitsch sagte zu BILD: „Die Finanzierung des Betriebs ist schwierig.“ Vor allem gestiegene Energie-, Fleisch- und Personalkosten belasten das Geschäft. Gleichzeitig geriet das Unternehmen in einem rückläufigen Markt zunehmend unter Druck. Jetzt die dritte Insolvenz.

Mehr als 140 Jahre Firmengeschichte

Das Sortiment umfasst Konserven mit Fleisch und Wurst, frische Wurstwaren, Suppen und Fertiggerichte. Zur Unternehmensgruppe gehört neben dem Produktionsbetrieb auch ein Hotel. Wie es mit der traditionsreichen Marke und den rund 150 Beschäftigten jetzt weitergeht, hängt von den Entscheidungen im Insolvenzverfahren und der Suche nach einem Investor ab. Auf BILD-Anfrage zur erneuten Insolvenz reagierten das Unternehmen und die vorläufige Insolvenzverwalterin Karina Schwarz bislang nicht.

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