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Unwetter-Serie reißt nicht ab: Regen-Dauerschleife bis zum DFB-Auftakt

Unwetter-Serie reißt nicht ab: Regen-Dauerschleife bis zum DFB-Auftakt
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Deutschland steckt mitten in der Schafskälte – statt frühsommerlicher Leichtigkeit dominieren derzeit Regen, graue Wolken und frische Temperaturen. Und eine schnelle Besserung ist nicht in Sicht: Am Donnerstag strömt kalte Polarluft ins Land. Schauer, Gewitter und ein spürbarer Kälterückschlag prägen das Wetter bis zum Wochenende.

„Auch die Nächte fallen derzeit ungewöhnlich kühl aus. Zum Donnerstag gehen die Temperaturen auf nur noch 4 bis 9 Grad zurück“, erklärt der Klimatologe Dr. Karsten Brandt gegenüber BILD. Verantwortlich ist die sogenannte Schafskälte – ein Wetterphänomen, das häufig Mitte Juni auftritt. Seinen Namen verdankt es den Schafen, die traditionell um diese Zeit geschoren werden – und dann bei einem Kälteeinbruch ganz schön ins Frösteln geraten können.

Warum es wieder kälter wird

„Schuld an der Abkühlung ist ein weit nach Süden reichender Höhentrog, der über eine kräftige Tiefdruckströmung kalte Meeresluft direkt aus den Polarregionen über die Nordsee nach Deutschland lenkt“, erklärt der Diplom-Meteorologe Dominik Jung. Noch ist vom Sommer wenig zu spüren. Vor allem im Westen, Nordwesten und in Teilen der Mitte wird es am Donnerstag nass. „Es wird bis zum Wochenende einen Mix aus Sonne und Wolken und Regen und Gewitter geben“, so Jung.

Die Temperaturen in Deutschland

Von Schleswig-Holstein und Niedersachsen über NRW bis nach Rheinland-Pfalz ziehen immer wieder Schauer durch. In der Landesmitte sowie im Osten, etwa von Thüringen bis nach Brandenburg, entwickeln sich kräftige Gewitter, und es wird windig. Im Süden zeigt sich die Sonne zwar etwas häufiger, doch auch hier macht sich die kühle Luft bemerkbar. Die Höchstwerte liegen im Norden und Westen nur zwischen 14 und 18 Grad, in der Mitte zwischen 16 und 20 Grad. Im Süden und Südosten sind mit etwas Sonne bis zu 22 Grad drin.

Besonders ungemütlich wird das Wetter an den Alpen. Vom Werdenfelser Land bis ins Berchtesgadener Land fällt teils stundenlang Regen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) können dort 40 bis 60 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Es drohen überflutete Straßen und Unterführungen.

Wo sogar Schnee möglich ist

Für ein spektakuläres Wetterbild sorgt die Schafskälte in den Bergen. In den Alpen sinkt die Schneefallgrenze auf unter 2000 Meter. Oberhalb davon schneit es teils kräftig, und die Gipfel werden noch einmal winterlich weiß. „Selbst auf dem Feldberg im Schwarzwald können sich nasse Schneeflocken unter den Regen mischen – ein ungewöhnlicher Anblick mitten im Juni“, so Dominik Jung.

Auch am Freitag bleibt es wechselhaft. Vor allem im Norden und Osten ziehen weitere Schauer und Gewitter durch. Von Mecklenburg-Vorpommern über Brandenburg bis nach Sachsen bleibt die Unwettergefahr erhöht. Im Westen lassen die Niederschläge langsam nach, während sich im Südwesten die Sonne häufiger zeigt. Die Temperaturen erreichen meist nur 17 bis 24 Grad, an den Küsten bleibt es mit 15 bis 18 Grad besonders frisch.

Wetterumschwung kommt bald

Erst am Wochenende deutet sich ein Wetterumschwung an. Besonders im Süden und Südwesten werden die sonnigen Abschnitte länger. Im Norden und Osten bleibt das Schauerrisiko erhöht. Die Temperaturen steigen vor dem WM-Auftaktspiel der DFB-Elf auf 20 bis 25 Grad.

Fest steht: Die Schafskälte macht ihrem Namen in diesem Jahr alle Ehre – und bringt Deutschland kurz vor dem kalendarischen Sommerbeginn noch einmal einen Hauch von Winter.

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