Mount Vernon (Bundesstaat New York) – Irre Posse um eine Polizei-Funktionärin! Jennifer Lackard (49) soll als Fluchtwagen-Fahrerin auf die Tube gedrückt haben. Und zwar nachdem ihr Sohn aus dem Auto auf verfeindete Gang-Mitglieder geschossen hatte. Darüber berichtet die „New York Post“. Doch die Geschichte wird noch verrückter …
Am 29. Juni hatte Chase Lackard, der 20-jährige Sohn, einen Gerichtstermin wegen Schusswaffenbesitzes. Danach stieg das Mitglied der Straßenbande „Slutty Gang“ in den Wagen, den sein Vater James Lackard (47) fuhr – ein Ex-Knacki. Zu dem Zeitpunkt noch auf dem Beifahrersitz: Jennifer Lackard.
Laut Staatsanwaltschaft von Bronx County fuhr das Trio rund 45 Minuten lang um den Block, bis Mitglieder der verfeindeten Gang „Sex Money Murder“ aus dem Gericht kamen. Sohn Chase zog eine Waffe und schoss mehrfach. Im Zuge der Schießerei setzte sich – warum auch immer – Jennifer Lackard ans Steuer und gab Gas.
Die Anklage lautet: Versuchter Mord!
Die Familie wurde geschnappt, zwischenzeitlich saßen alle drei im Gefängnis. Mutter Jennifer konnte eine Kaution in Höhe von 75.000 Dollar hinterlegen und ist wieder auf freiem Fuß. Ihr Mann schmort noch, weil niemand 150.000 Dollar in bar aufbringen kann oder will. Sohn Chase bleibt in Haft bis Prozessbeginn. Mutmaßlich wird gegen alle drei Lackards getrennt verhandelt. Es geht um mehrere Delikte, der Kern ist aber bei allen Beschuldigten derselbe: Versuchter Mord! Bei einer Verurteilung drohen jeweils bis zu 25 Jahre Haft.
Nachdem die Geschichte um die Fluchtwagen-„Polizistin“ bekannt wurde, begann die „New York Post“ zu recherchieren – und fand heraus, dass Jennifer Lackard und die Bürgermeisterin von Mount Vernon offenbar alte Bekannte sind. Die 49-Jährige und Shawyn Patterson-Howard (58) waren in derselben Studentenverbindung, das sollen Bilder belegen. Nun sieht sich das Oberhaupt der 75.000-Einwohner-Stadt Vorwürfen ausgesetzt, wonach sie ihrer Freundin die Stelle zugeschustert hatte.
Dafür spricht laut dem Boulevard-Blatt: Lackard hatte für den mit rund 125.000 Dollar dotierten Posten als stellvertretende Leiterin für Gesundheits- und Fürsorgefragen keinerlei Erfahrung im Polizeidienst. Außerdem sei unklar, ob es überhaupt eine Ausschreibung gegeben habe. Ihren Job ist Jennifer Lackard nach einer fristlosen Kündigung los. Das Büro von Patterson-Howard weist alle Vorwürfe zurück.