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Unterhalt nicht gezahlt: Getrennte Eltern schulden dem Staat Milliarden

Unterhalt nicht gezahlt: Getrennte Eltern schulden dem Staat Milliarden
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Berlin – Erst lassen sie ihre Kinder finanziell im Stich, dann bleibt der Steuerzahler auf der Rechnung sitzen. Immer mehr getrennt lebende Eltern zahlen keinen Unterhalt. Der Staat springt zur Überbrückung ein, die Kosten dafür sind jedoch explodiert. Säumige Eltern schulden der Allgemeinheit inzwischen eine Rekordsumme!

Nach dem Unterhaltsvorschussgesetz haben Kinder und Jugendliche bis zur Volljährigkeit Anspruch darauf, die Leistungen vom Staat zu bekommen, wenn der unterhaltspflichtige Elternteil nicht zahlt. Die Kosten teilen sich der Bund und die jeweiligen Länder zu 40 und 60 Prozent.

2025 mussten knapp 3,3 Milliarden Euro ausgezahlt werden. Das geht aus Daten des Familienministeriums hervor, die BILD vorliegen. Gegenüber der bisherigen Höchstsumme im Jahr davor stieg der Betrag sogar noch einmal um 32 Millionen Euro. 2023 waren es 2,7 Mrd. Euro, noch im Jahr 2015 nur knapp 850 Mio. Euro.

NRW zahlt die höchsten Summen

Gleichzeitig holen sich Bund und Länder nur wenig Geld von den säumigen Eltern zurück. 2025 waren es 585 Mio. Euro, das entspricht nur knapp 18 Prozent. Dieser Wert, der den Schaden für den Steuerzahler mildern soll, lag prozentual zuletzt 2020 niedriger als heute. 2016 waren die Behörden noch wesentlich erfolgreicher, da trieben sie knapp ein Viertel ein (23 Prozent).

Das Bundesland mit den höchsten Unterhaltsvorschüssen ist Nordrhein-Westfalen mit 752 Mio. Euro. Es folgen Niedersachsen mit 362 Mio. Euro, Bayern (358 Mio.) und Baden-Württemberg (305 Mio.). Die geringsten Beträge der Hilfe für Familien werden im Saarland mit 42 Mio. Euro, Bremen (51 Mio.) und Thüringen (86 Mio.) ausgezahlt.

Größte Rückzahlmoral in Bayern

Die größte Rückzahlmoral besteht in Bayern: Getrennt lebende Eltern, für die der Staat eingesprungen war, zahlten dort 21 Prozent des Geldes zurück. In Baden-Württemberg ist der Wert mit 20 Prozent auch vergleichsweise hoch. In Hamburg liegt die Quote nur bei 11 Prozent – Schlusslicht. Auch Bremen mit 12 und das Saarland mit 13 Prozent sind mies.

Übrigens: Wie viel Geld es gibt, hängt vom Alter ab: Für Kinder von 0 bis 5 Jahren gibt es bis zu 227 Euro monatlich, bis 11 Jahre bis zu 299 Euro und für Kinder von 12 bis 17 Jahren bis zu 394 Euro.

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