Berlin – Für viele Kleinrentner bleibt die Grundrente ein leeres Versprechen. Im vergangenen Jahr stieg zwar die Zahl der Grundrentenbezieher auf 1,5 Millionen, aber weitere 1,4 Millionen bekommen wegen Anrechnung von Einkünften nichts.
Laut Deutscher Rentenversicherung bezogen 101.353 Senioren mehr den Grundrentenzuschlag – ein Plus von 7,2 Prozent. Im Schnitt bekam jeder 101,63 Euro zusätzlich zur eigenen Rente. Das waren 4,19 Euro mehr als noch 2024.
Von der Zusatzleistung profitieren vor allem Frauen. Insgesamt erhielten 1,1 Millionen Seniorinnen den Zuschlag – im Schnitt 108,79 Euro zusätzlich. Dagegen erhalten nur 395.000 Männer die Grundrente. Bei ihnen liegt die Zusatzleistung durchschnittlich bei 81,57 Euro.
Millionen bleiben ohne Zuschlag
Gleichzeitig erhielten 1,394 Millionen Kleinrentner keinen Zuschlag, weil sie oder ihr Partner über zusätzliche Einkommen verfügten. Ihre Zahl stieg um knapp 46.000 (3,4 Prozent). Unter dem Strich erhielten also 48 Prozent der Grundrentenberechtigten keine zusätzliche Zahlung. Anspruch auf die Grundrente haben Senioren, die mindestens 35 Jahre bei Niedriglohn gearbeitet haben.
Insgesamt kostet die Grundrente die Beitragszahler inzwischen 1,83 Milliarden Euro. Das waren knapp 200 Millionen Euro (11,9 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die Zusatzrente wurde 2021 von der damaligen schwarz-roten Koalition eingeführt. Grund: Wer ein Leben lang für wenig Geld gearbeitet, Kinder großgezogen oder Angehörige gepflegt hat, soll im Alter nicht in Armut abrutschen.