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Todesstrafe droht: US-Mutter (23) soll Zwillinge (1) erstickt haben

Todesstrafe droht: US-Mutter (23) soll Zwillinge (1) erstickt haben
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Payette (USA) – Eine junge Mutter aus dem US-Bundesstaat Idaho steht unter Mordverdacht: Andrea S. (23) soll ihre 18 Monate alten Zwillinge Dallas und Tyson erstickt haben. Sie selbst hatte nach dem Tod der Kinder behauptet, die beiden seien an den Folgen mehrerer Kinder-Impfungen gestorben, die sie acht Tage zuvor erhalten hätten. Im Falle einer Verurteilung drohen ihr lebenslange Haft – oder sogar die Todesstrafe.

Nach Gerichtsunterlagen und Angaben der Polizei von Payette wurde S. Ende Juni wegen zweifachen Mordes angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, ihre Kinder in ihrem Haus in Payette vorsätzlich erstickt zu haben.

Internetauftritt bei Impfgegner

Der Fall sorgte in den USA für Aufsehen, weil S. wenige Tage nach dem Tod ihrer Zwillinge im Mai 2025 in einer Internetsendung der Impfgegner-Organisation „Children's Health Defense“ (CHD) auftrat. Dort machte sie u. a. Grippe‑, Hepatitis‑A‑ und Tetanus-Impfungen für den Tod der beiden Kleinen verantwortlich. S. sagte: „Sie hatten ihre Spritzen gleichzeitig von zwei Krankenschwestern erhalten.“ Danach seien sie krank geworden. Sie beteuerte, sie habe die Kinder leblos in ihren Betten gefunden.

Robert Kennedy Jr. leitete die Organisation

Die Organisation CHD griff den Fall später auch in einer Klage gegen die „American Academy of Pediatrics“ auf, den größten Verband von Kinderärzten in den USA. Darin wird dem Verband vorgeworfen, über die Sicherheit von für Kinder empfohlenen Impfstoffen getäuscht zu haben. Brisant: CHD wurde lange von Robert F. Kennedy Jr. (72) geprägt, dem heutigen US-Gesundheitsminister unter Präsident Donald Trump (80). Kennedy war bis zu seinem Eintritt in die Regierung einer der bekanntesten Köpfe der Organisation.

Nach einer von der Polizei als „langwierig und gründlich“ bezeichneten Untersuchung wurde S. Ende Juni in Idaho festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt. Sie sitzt in Haft.

Staatsanwaltschaft widerspricht Impf-These

Bei ihrer ersten Anhörung erklärte ihr Anwalt Joseph Filicetti, er werde den Fall so verteidigen, als sei seine Mandantin unschuldig – denn das sei sie auch. Filicetti argumentierte erneut, die Zwillinge seien an einer Reaktion auf routinemäßige Kinderimpfungen gestorben und nicht durch ein Tötungsdelikt.

Die Staatsanwaltschaft wies diese Behauptung zurück und argumentierte, die medizinischen Beweise belegten Erstickung als Todesursache. Andrea S. hat sich öffentlich auf nicht schuldig plädiert und in einem Interview der CHD ihre Version dargestellt.

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