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Insolvenz zum 200. Jubiläum: Traditionshotel steht vor dem Verkauf

Insolvenz zum 200. Jubiläum: Traditionshotel steht vor dem Verkauf
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Cuxhaven – Im Jubiläumsjahr des Traditionshauses sieht plötzlich alles nach einem Happy End aus! Monatelang bangten mehr als 70 Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. Jetzt gibt es neue Hoffnung für das insolvente Romantikhotel Bösehof.

Das Hotel in Bad Bederkesa wurde 1826 vom Bremer Zuckerfabrikanten Heinrich Böse als Landsitz errichtet. Doch statt das 200-jährige Bestehen unbeschwert zu feiern, musste die Geschäftsführung im Januar beim Amtsgericht Cuxhaven Insolvenz anmelden. Verkauft werden sollte der Betrieb ohnehin.

Was über den Investor bekannt ist

Jetzt macht Insolvenzverwalter Dr. Thilo Streck dem Traditionshaus Hoffnung. Wie zuerst die Nordsee-Zeitung berichtete, stehen die Verkaufsverhandlungen offenbar kurz vor dem Abschluss. Ein solventer Käufer für das feine Anwesen in Niedersachsen soll bereits gefunden sein.

Der Insolvenzverwalter zu BILD: „Es handelt sich dabei um einen Investor aus der Region und aus der Branche. Das Ehepaar ist durchaus erfolgreich.“ Und weiter: „Es wäre eine schöne Lösung, weil diese Interessenten das Engagement nicht nur als Investment sehen, sondern darüber hinaus als Herzensangelegenheit“, sagt der Sanierungsexperte.

So geht es für die Mitarbeiter weiter

Inzwischen wurde beim Amtsgericht Cuxhaven ein Insolvenzplan eingereicht. Noch in diesem Monat sollen die Gläubiger darüber abstimmen. Stimmen sie zu, endet das Insolvenzverfahren. Auch für die mehr als 70 Mitarbeiter gibt es gute Nachrichten. „Der Betrieb wird auch künftig in voller Mannschaftsstärke geführt“, so Dr. Thilo Streck.

Die Gründe für die Insolvenz

In wirtschaftliche Schieflage geriet das Hotel unter anderem wegen steigender Kosten für Energie und Personal. Zusätzlich kostete eine Baustelle vor dem Haus 2025 Geld und Gäste. Das führte zu hohen Umsatzeinbußen – und schließlich zur Insolvenz.

Was Hotelgäste jetzt wissen sollten

Auch für Gutschein-Besitzer gibt es eine positive Aussicht. Derzeit werden die Gutscheine vom Hotel zwar nicht akzeptiert. Doch nach Angaben des Insolvenzverwalters möchte der bisherige Gesellschafter und Noch-Eigentümer Klaus Manke dafür aus seinen Privatmitteln aufkommen. „Dabei handelt es sich quasi um ein Abschiedsgeschenk. Herr Manke spielt künftig keine Rolle mehr, er zieht sich aus dem Hotelbetrieb zurück“, erklärt der Insolvenzverwalter. Somit könnte das Traditionshaus sein Jubiläumsjahr doch noch mit einer großen Feier begehen.

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