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Riesiger Autozulieferer gibt deutsches Werk auf

Riesiger Autozulieferer gibt deutsches Werk auf
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Dorfprozelten (Bayern) – Es ist der nächste bittere Schlag für die deutsche Autoindustrie: Der riesige Zulieferer-Konzern Magna International mit Hauptsitz in Kanada zieht in Unterfranken den Stecker! Das Werk in Dorfprozelten (Landkreis Miltenberg) soll Mitte 2027 endgültig schließen. 216 Mitarbeiter verlieren damit ihren Arbeitsplatz.

Magna begründet den drastischen Schritt mit der anhaltenden Krise der Automobilbranche. Sprecher Rej Husetovic zu BILD: „Die Geschäftsleitung des Magna-Werkes in Dorfprozelten informierte die Belegschaft, dass angesichts der anhaltend negativen Geschäftsentwicklung und der Entwicklung des Marktes eine Fortführung des Standortes wirtschaftlich nicht mehr darstellbar ist.“

Warum der Standort schließen soll

Und weiter teilte das Unternehmen in einer Mitteilung mit: „Trotz finanzieller Investitionen und umgesetzter Kostensenkungsmaßnahmen in den letzten Jahren konnte die Zukunftsfähigkeit nicht aufrechterhalten werden.“ Besonders bitter: Noch 2023 war der Standort in letzter Minute gerettet worden. Damals vereinbarten Unternehmen und IG Metall, den Betrieb in Dorfprozelten mindestens bis Ende 2028 fortzuführen. Jetzt kommt das Aus deutlich früher – und sorgt für Wut bei der Gewerkschaft.

Das sagt die Gewerkschaft

Die Arbeitnehmervertreter werfen Magna vor, Zusagen nicht eingehalten zu haben. Laut BR24 seien trotz Zusagen keine neuen Produkte am Standort in Bayern platziert worden. Statt Zukunftsplänen gebe es jetzt die Schließung. In Dorfprozelten werden im Werk Magna Mirrors Außen- und Rückspiegel für Autos produziert.

Wer ist der Autozulieferer?

Magna International zählt zu den größten Autozulieferern der Welt. Der Konzern mit Sitz im kanadischen Aurora beschäftigt rund 154.000 Mitarbeiter in 28 Ländern. Magna liefert unter anderem Karosserien, Sitze, Spiegel, Elektronik, Antriebssysteme und komplette Fahrzeuge für zahlreiche große Autohersteller.

Krise in der Automobilindustrie

Die Schließung in Dorfprozelten reiht sich in eine Serie von Werksschließungen, Insolvenzen und Stellenstreichungen in der kriselnden Automobilindustrie ein. Die Weber Magdeburg GmbH geriet in Sachsen-Anhalt in Schwierigkeiten, weil Porsche Aufträge abzog. In den vergangenen Monaten hatten bereits die Boryszew Kunststofftechnik Deutschland GmbH (BKD) in Gardelegen sowie Bohai Trimet und die Schlote-Gruppe Probleme.

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