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Hitzewelle: 54 Grad! Schüler erbrechen und fallen in Ohnmacht

Hitzewelle: 54 Grad! Schüler erbrechen und fallen in Ohnmacht
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Soustons (Frankreich) – 54 Grad im Klassenzimmer! Die Sonne brennt auf das Glasdach einer Grundschule in Südfrankreich. Darunter sollen Kinder lernen und produktiv sein. Doch die Hitze macht das unmöglich – mit gravierenden Folgen.

Nachdem die Temperaturen in der Isle Verte Primary School auf 54 Grad angestiegen waren, wurde der Nachmittagsunterricht eingestellt. Das Wetter hatte Auswirkungen: „Ein Kind ist ohnmächtig geworden und mehrere haben sich erbrochen“, sagte der Schulbeauftragte von Soustons, Florian Deygas, am Donnerstag.

Der Grund für die enorme Hitze im Gebäude: ein Gang mit einem Glasdach. Die Grundschule wurde Mitte der 80er Jahre gebaut – mit einfacher Verglasung. Deshalb endet der Unterricht bereits um 12 Uhr. Die Stadt ließ zusätzlich auf dem Schulhof Wassersprüher aufstellen und gab den betroffenen Familien gratis Zugang zum Freibad.

Es ist bereits geplant, das Gebäude zu modernisieren. Die Renovierung der Grundschule, die von etwa 350 Kindern besucht wird, werde noch mindestens zwei Jahre dauern, sagte Deygas.

Sieben Hitzetote in Frankreich

In Frankreich gilt derzeit die zweithöchste Hitze-Warnstufe für 17 Départements, vor allem im Westen des Landes und im Großraum Paris. Sieben Menschen starben dort bereits in Folge der starken Hitze. In vielen Orten Frankreichs wurden historische Höchstwerte übertroffen. Die Werte liegen bis zu 15 Grad über den für die Jahreszeit üblichen Temperaturen. Die Regierung berief für Freitagnachmittag eine Krisensitzung ein.

Hitze auch in Italien, Spanien und Portugal

In Mora in Zentralportugal wurde nach Angaben der Wetterbehörde am Mittwoch mit 40,3 Grad der bisherige Höchstwert für einen Tag im Mai geknackt. Auch Italien rief für Rom und drei Städte im Norden die höchste Hitze-Warnstufe aus.

In Spanien gab der nationale Wetterdienst Aemet Hitzewarnungen für Regionen im Nordosten und Norden aus. Die Temperaturen in ganz Spanien seien für die Jahreszeit „außergewöhnlich hoch“ und würden normalerweise erst im Sommer erreicht, erklärte der Wetterdienst. Häufiger auftretende und stärkere Hitzeperioden sind laut Wissenschaftlern eine Folge des menschengemachten Klimawandels.

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