Hamburg – Beim dreitägigen Treffen der Innenminister von Bund und Ländern in Hamburg hatte der CDU-Politiker Christoph de Vries (51) ein Heimspiel. Doch abseits der Innenministerkonferenz wurde der Privatwagen des Staatssekretärs zum Ziel eines Anschlags: Linke Chaoten hatten den VW Touran an seiner Privatadresse mit übel riechender Buttersäure übergossen. Außerdem wurde auch das private Auto von Erik Janke, dem Leiter des Polizeikommissariats 16, an seiner Wohnadresse in Schleswig-Holstein in der Nacht zu Donnerstag angezündet.
Zu beiden Anschlägen ging am Donnerstagabend um 19.13 Uhr auf der Internetseite „Indymedia.org“ unter der Überschrift „Bullenhass kennt keine Grenzen!“ ein Bekennerschreiben ein.
De Vries stellte Anschlag selbst fest
Den Anschlag auf seinen VW Touran stellte de Vries, der seit 2025 als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) tätig ist, selbst fest. Als der Politiker am Donnerstagmorgen gegen 7.30 Uhr zu seinem Wagen ging, nahm er am und im Auto einen stechenden Geruch wahr. Die Täter hatten Buttersäure über sein Fahrzeug gekippt. De Vries erstattete bei der Polizei Anzeige.
In derselben Nacht wurde auch der Chef des Hamburger Polizeikommissariats 16 zum Ziel eines Anschlags. Hier zündeten die linken Chaoten den Wagen vor seiner Privatadresse an. Ein Alarm dazu ging um 2.31 Uhr bei der Feuerwehr in Schleswig-Holstein ein. Der Ford S-Max brannte komplett aus.
Bekennerbrief im Netz hochgeladen
In dem Bekennerschreiben der Antifa-Gruppe heißt es: „Janke leitet und koordiniert menschenfeindliche Einsätze im Schanzenviertel. Für uns ist es egal, ob Knüppel-Bulle oder Schreibtischtäter, all cops are targets.“ Und weiter: „Für euch endet der Dienst vielleicht an der Stempeluhr, für uns bleibt ihr jederzeit Bullenschweine, ob auf der Straße oder in eurem vermeintlich sicheren Zuhause.“
Im gleichen Schreiben, das anonym hochgeladen wurde, bekannten sich die Linksextremen auch zu dem Anschlag auf Christoph de Vries. Darin heißt es: „Schon bevor de Vries im Mai 2025 zum Staatssekretär beim Bundesminister des Innern und rechten Hardliner Dobrindt aufgestiegen ist, hat er sich mit einer Vielzahl rassistischer Aussagen bundesweit einen Namen gemacht. Ob Rassentheorien oder ‚Integrationsskalen‘, in die er so gerne Menschen einsortiert, de Vries gefällt sich in der Rolle des rechten Kulturkämpfers mit ideologischen Überschneidungen zur AfD.“
Unterzeichnet wurde der Bekennerbrief mit „Free all Antifas – Feuer und Flamme der Repression!“ Wer genau hinter den Taten steckt, ist derzeit noch unklar. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen in beiden Fällen aufgenommen.