Bisher waren es vor allem Propaganda-Forderungen des Kreml: Neuwahlen in der Ukraine. Doch jetzt drängt auch der Ex-Verteidigungsminister der Ukraine, Mychajlo Fedorow, trotz des Kriegszustands in seinem Land auf Neuwahlen. Die reguläre Regierungsperiode des Parlaments und von Präsident Wolodymyr Selenskyj endete 2024, aber in der Ukraine dürfen laut Gesetz während eines Krieges keine Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattfinden. Fedorow sagte in seiner Videobotschaft, »die Demokratie darf keine Geisel Russlands sein.« Er war erst im Januar Verteidigungsminister geworden, doch schon im Juli hat Präsident Selenskyj den populären Politiker nach einem Streit mit der Militärführung wieder entlassen. Es folgten landesweite Proteste. Wie berechtigt seine Kritik am System ist – und welche eigene Ambitionen er verfolgt, das ordnet Olivia Kortas ein. Sie ist ZEIT-Korrespondentin in Kyjiw.
Die Gasspeicher in Deutschland sind vor dem Winter weniger gefüllt als üblich. Nach Informationen des Gasspeicher-Portals AGS beträgt der Füllstand nur knapp die Hälfte. Laut Energiewirtschaftsgesetz müssen die Speicher bis zum 1. November eines Jahres im Durchschnitt zu 80 Prozent gefüllt sein. Wird diese Marke nicht erreicht und kommt ein langer und kalter Winter, dann könnten die Speichervorräte knapp werden. Warum das so ist und wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) das Problem lösen will, erklärt Marlies Uken, Vize-Chefin des ZEIT-Wirtschaftsressorts.
Außerdem im Update: Im Fall gesprengter Nord-Stream-Pipelines haben Ermittler einen zweiten Verdächtigen festgenommen. Und nun kritisiert auch Bundeskanzler Friedrich Merz die Äußerungen des rechtsextremen israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben Gvir.
Und sonst so? Per Fallschirmsprung zum Traualtar.