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Gewinnwarnung bei BMW: Jetzt stehen Tausende Jobs auf der Kippe

Gewinnwarnung bei BMW: Jetzt stehen Tausende Jobs auf der Kippe
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München – Kaum vier Wochen im Chefsessel, da steht BMW-Boss Milan Nedeljkovic schon vor seiner ersten Bewährungsprobe. Jetzt muss er seinen Aktionären eine bittere Nachricht überbringen: BMW kappt die Gewinnprognose für 2026 deutlich. Der Vorsteuergewinn soll um mindestens zehn Prozent einbrechen, auch die Auslieferungen werden zurückgehen.

„BMW war im Automobilsektor immer der letzte Fels in der Brandung“, klagt Marc Tüngler (57), Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), in BILD. Aus seiner Sicht wirft die Gewinnwarnung Fragen auf. Dass diese so kurzfristig nach dem Wechsel an der Spitze komme, „gibt dem Ganzen einen bitteren Beigeschmack“, so Tüngler. „Sofort kommen Zweifel auf, ob zuvor reiner Wein eingeschenkt wurde.“

Autoexperte Frank Schwope (64) von der FHM Berlin widerspricht: „Für Probleme wird häufig auf den Vorgänger verwiesen. Das ist gerade in schwierigen Zeiten Teil des ,Management-Geschäfts‘.“ Doch nicht Managementfehler nennt BMW als Hauptgrund für die Hiobsbotschaft, sondern den schwachen chinesischen Markt. Dort sind die Autoverkäufe zuletzt deutlich eingebrochen. Hinzu kommen Belastungen durch die angespannte Lage im Nahen Osten.

Beschäftigte fürchten Jobabbau

Besonders bitter für die Beschäftigten: In seiner Gewinnwarnung kündigte BMW zusätzliche „Struktur- und Effizienzmaßnahmen“ an, die zunächst hohe Kosten verursachen, später aber Geld sparen sollen. Für Experten ein typisches Signal für einen Konzernumbau.

Dabei hatte BMW selbst bereits zu Jahresbeginn einen Rückgang der Beschäftigtenzahl für 2026 angekündigt. Im Geschäftsbericht ist von einem „leichten Rückgang“ die Rede. Was harmlos klingt, bedeutet allerdings ein Minus von 1 bis 5 Prozent. Bei knapp 155.000 Beschäftigten weltweit könnte es damit um mehrere Tausend Jobs gehen.

Auf Nachfrage verweist BMW auf eine Betriebsvereinbarung zur Beschäftigungssicherung. Gleichzeitig erklärte der Konzern: „Wir überprüfen unsere Strukturen und Kapazitäten kontinuierlich und passen sie vorausschauend an.“ Weitere Themen würden zunächst mit den Arbeitnehmervertretern beraten.

Auch der Gesamtbetriebsrat schlägt Alarm. Man fordere nun schnell Klarheit über die angekündigten Struktur- und Effizienzmaßnahmen. Welche Folgen diese für die Beschäftigten haben könnten, müsse unverzüglich besprochen werden.

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