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French Open: Deutscher Tennis-Star wütet nach Auftritt von Naomi Osaka

French Open: Deutscher Tennis-Star wütet nach Auftritt von Naomi Osaka
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Es blinkte und blitzte überall, doch das war Laura Siegemund (38) egal. Nach ihrem Aus in der 1. Runde der French Open in Paris hatte die Stuttgarterin ein ganz anderes Problem wegen des bronzefarbenen Glitzerkleids, das ihre Gegnerin Naomi Osaka (28) trug. Es geht um die Zeit, die die Japanerin brauchte, sich ihres Outfits zu entledigen, um spielfertig zu sein. Das dauerte Siegemund zu lange. Auf die Palme brachte die deutsche Nummer 1, dass sie eine Verwarnung wegen Zeitspiels erhielt, als sie beim Aufschlag zu lange brauchte, Osaka sich aber scheinbar ewig beim Umziehen Zeit lassen konnte.

Siegemund: „Bei jedem Turnier wird bis auf die letzte Sekunde darauf geachtet, bis man sein Fläschchen ausgepackt hat. Und sie kann sich dann noch anderthalb Minuten lang umziehen, da habe ich ein Problem mit. Es gibt einfach diese Regelung und es wird so scharf auf jede Sekunde geschaut mittlerweile. Da finde ich dann, dass bei solchen Auftritten auch auf jede Sekunde geschaut werden sollte.“ Ihre Schlussfolgerung: „Ein weiteres Mal mehr, dass größere Namen anders behandelt werden. Wenn ich so lange brauchen würde und hier nochmal ein Päuschen und da nochmal ein Päuschen bräuchte, dann würde der Schiedsrichter eine Strafe wegen Spielverzögerung aussprechen. Bei ihr sagt er nichts. Das ist das Einzige, was mich interessiert. Ob sie mit Schleppe kommt, ist mir relativ Wurst“, wütet die Schwäbin.

Sie machte im selben Atemzug klar, dass es derartige Auftritt von ihr nicht geben werde. „Ich komme nicht hier her, um eine Modenschau zu machen. Wenn andere das machen wollen, dann ist das für mich okay.“ Das Glitzern des Kleides, das ständig in der gleißenden Sonne funkelte, störte sie nicht. „Nein, das war kein Thema für mich. Ich schaue nur auf den Ball und nicht darauf, was meine Gegnerin anhat.“

Die extravaganten Auftritte Osakas sind inzwischen legendär! Vor dem 6:3, 7:6 gegen Siegemund trug die frühere Nummer 1 eine Kombination aus bronzefarbenem Kleid und schwarzem langen bis zum Boden reichenden Rock auf den Court Suzanne Lenglen. Das fast schon im Rokoko-Stil gehaltene Gewand legte sie vor dem Spiel ab. Dafür brauchte sie nach Ansicht der Deutschen zu lange.

An der Nummer 16 der Welt funkelt es bei gleißendem Sonnenlicht auf dem zweitgrößten Platz der Anlage Roland Garros, was das Zeug hält. „Weißt du, wie der Eiffelturm nachts aussieht, wenn er funkelt? Ich finde irgendwie, dass ich ein bisschen so aussehe“, sagte Osaka nach dem Match zu Ex-Weltmeisterin Caroline Garcia (32), die sie auf dem Platz interviewte. Das Kleid stammt von Kevin Germanier, einem Schweizer Mode-Designer, erklärte sie später.

Schon bei den US Open und den Australian Open hatte sie bemerkenswerte Auftritte. „Ich rede nicht viel. Über meine Kleidung aber kann ich mich ausdrücken“, so Osaka.

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