Fürth schafft nach einer dramatischen Relegation gegen Rot-Weiss Essen den Klassenerhalt. Gigantische Erleichterung? Grenzenloser Jubel? Von wegen! Mitten in die Feierlichkeiten der Spieler und Verantwortlichen mischt sich direkt nach dem Abpfiff der Frust der Fans!
Vor der Kurve der treuesten Fürther Anhänger wird ein gigantisches Plakat entrollt. Darauf steht: „Auf dem Platz und in den Gremien: Versager raus. Neuanfang jetzt.“
Sat.1-Moderator Matthias Opdenhövel (55) wundert sich: „Hier herrscht gerade eine etwas merkwürdige Stimmung.“ Auch TV-Experte und Ex-Profi Markus Babbel (53) sagt: „Die Fans sind scheinbar nicht zufrieden, wie es die letzten Jahre hier gelaufen ist. Da hat sich viel Frust aufgestaut.“
Frust, der sich offenbar vor allem gegen Geschäftsführer Holger Schwiewagner (48) richtet, dem die Fehlentwicklungen angelastet werden, die Fürth erst in die prekäre Relegationslage gebracht haben. Durch den Ronhof hallen „Schwiewagner-Raus-Rufe“ kurz nach dem Abpfiff.
Schwiewagner hatte unter anderem die Entlassungen von Ex-Coach Alexander Zorniger (56) und Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi (55) im Spätherbst 2024 initiiert. Zuletzt hatten Fans eine Petition gegen die Vereinsführung gestartet. Unter dem Titel „Für einen echten Neuanfang – Verantwortung übernehmen und professionelle Strukturen schaffen“ fordern Anhänger mit ihrer Unterschrift den Aufsichtsrat auf, entsprechend zu handeln. Auch Sportdirektor Stephan Fürstner (38) soll seinen Hut nehmen. Wörtlich heißt es: „Wir fordern den Aufsichtsrat und das Präsidium deshalb auf, unverzüglich Konsequenzen zu ziehen und die sportlich verantwortlichen handelnden Personen von ihren Aufgaben freizustellen.“
Fürth-Coach Heiko Vogel (50) sagte nach dem Relegations-Rückspiel bei Sat.1.: „Ich kann nachvollziehen, dass auch die Fans Frust haben, das ist auch ihr gutes Recht. Aber ich enthalte mich einer Aussage.“