Politik

Franca Lehfeldt spricht über Christian Lindners Politik-Aus

Franca Lehfeldt spricht über Christian Lindners Politik-Aus
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Berlin – Sieben Tage die Woche im Einsatz, kaum Zeit für die Familie und ein rauer Ton: Franca Lehfeldt (37) kennt die Schattenseiten des Spitzenpolitik-Lebens aus nächster Nähe. Erstmals spricht sie jetzt über das Politik-Aus ihres Mannes Christian Lindner (47), der bis 2025 Bundesvorsitzender der FDP war, bis November 2024 Bundesfinanzminister.

Im Podcast „Tigges trifft“ schüttete Lehfeldt, selbst Journalistin, ihr Herz aus. Ob sie nach dem politischen Ende ihres Mannes erleichtert gewesen sei, fragte Gastgeber Sebastian Tigges (42). Ihre Antwort fiel eindeutig aus: „Nein.“ Denn für Lehfeldt hätte Lindner weitermachen dürfen, wenn die FDP den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hätte. „Wenn er wiedergewählt worden wäre, im Sinne von, dass die FDP in den Bundestag gekommen wäre, hätte ich immer dahintergestanden und ihn auch unterstützt“, erklärte sie.

Doch das Leben an der Spitze der Politik fordert seinen Preis. „Das ist ein Job, an dem du sieben Tage die Woche im Einsatz bist“, sagte Lehfeldt über den Alltag ihres Mannes. Wer ein solches Amt ausübe, tue das schließlich „nur aus allertiefster Überzeugung“. Deshalb gelte für sie, „dem sollte man, finde ich, nicht im Wege stehen“.

Mit Politik-Job kaum gemeinsame Erziehung möglich

Der raue Ton im Netz und die Geschwindigkeit öffentlicher Debatten seien für Lehfeldt eine Belastung. Lindners Frau kann deshalb nachvollziehen, wenn andere vor diesem Leben zurückschrecken: „Ich kann schon auch verstehen, dass Menschen sagen, das möchte ich mir und meiner Familie nicht antun.“

Für die Familie Lindner hat sich der Alltag seit dem Politik-Aus verändert. Kurz nach seinem Rückzug kam ihre gemeinsame Tochter zur Welt. Heute teilen sich die Eltern die Erziehung auf. Mit Lindners früherem Sieben-Tage-Arbeitspensum wäre das wohl kaum so einfach gewesen.

Ob Lehfeldt selbst eine politische Karriere reizen würde? Nur unter einer Bedingung: Ihre Kinder müssten alt genug sein, um den Schritt mitzutragen. „Ich glaube, das kann man wirklich nur dann machen, wenn man gerade weiß, meine Kinder sind aus dem Gröbsten raus und stehen auch dahinter, dass ich das jetzt tue.“ Ihre Tochter ist erst 18 Monate alt.

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