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Dank „Ein Herz für Kinder“: Bald kann Noa (3) auf eigenen Füßen stehen

Dank „Ein Herz für Kinder“: Bald kann Noa (3) auf eigenen Füßen stehen
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Diesen Jungen kann nichts ausbremsen, keine Krankheit, kein Leiden! Noa (3) liebt Dinosaurier und Rennautos. Gestützt von Beinschienen spielt er mit seinem Lieblingshund Maia, hält sich am Fell fest, wirft dem Golden Retriever den Ball zu, strahlt und lacht. Dabei meinte es das Schicksal von Anfang an nicht gut mit Noa. Im sechsten Monat der Schwangerschaft erhielt die Familie die schreckliche Diagnose: offener Rücken – Spina bifida.

Mutter Tina (36) erinnert sich unter Tränen an den Moment: „Ich wusste anfangs nicht einmal, was das ist: Spina bifida. Beim Googeln dann der Schock: Da standen nur schreckliche Folgen und Risiken: Lähmung, Tod. Ich war verzweifelt.“ In Noas Heimat Kroatien kann niemand dem Jungen helfen. Die Krankenversicherung zahlt nicht für die Operation und die Eltern können sich den teuren Eingriff nicht leisten. Die Ärzte raten zur Abtreibung. Doch Tina und ihr Ehemann Roko (40) geben ihren Sohn nicht auf. „Wir hatten schon einen Namen und wir wussten: Abtreibung kommt niemals infrage. Noa wird geboren!“

Eine spanische Ärztin in Barcelona erklärt sich bereit, Noa im Mutterleib zu operieren. Ein lebensgefährlicher Eingriff für Tina und ihr Kind. Bei der OP kollabiert Tinas Lunge. Nur knapp entkommt sie dem Tod.

Und auch Noa kämpft weiter. Als er geboren wird, leidet er zusätzlich an Hydrozephalus, einem Wasserkopf. Der Druck in seinem Schädel ist zu hoch, das Gehirn kann nicht richtig wachsen. Ein Shunt im Kopf – eine Art Ventil zum Ableiten überschüssiger Flüssigkeit – rettet ihm das Leben. Der BILD-Reporter erfährt von Noas schwerer Diagnose in seinem Urlaub in Kroatien und beschließt, zu helfen – mit Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“. Noa erhält zunächst neue Beinschienen. Im Februar dieses Jahres dann eine erste OP: Prof. Ulrich-Wilhelm Thomale, Kinder-Neurochirurg an der Berliner Charité, erneuert den alten Shunt, der zu viel Hirnflüssigkeit abfließen ließ. Seitdem geht es Noa bereits deutlich besser. Nur die Beine sind noch schwach und verkrümmt – eine Folge der alten OP im Mutterleib. Das Narbengewebe zerrt an den Nervenbahnen im Rücken, behindert Noas Wachstum.

Prof. Thomale setzt eine weitere OP an, um das Narbengewebe vollständig zu entfernen und – ganz entscheidend – alle Nervenbahnen freizulegen und zu erhalten. Ende Mai kommt Noa auf den OP-Tisch. Thomales Team operiert rund drei Stunden lang mit Mikroskop und feinsten Nadeln. Mit denen wird jede Nervenbahn lokalisiert und ihre Funktion überprüft wird, bevor der Chirurg das Skalpell ansetzt. Eine unglaubliche Geduldsarbeit!

Nach drei Stunden dann die Erleichterung: „Noa hat die OP wunderbar überstanden. Alles Narbengewebe ist entfernt“, berichtet Thomale. „Irgendwelche Schäden am Rückenmark?“, fragen die Eltern. „Nein, keine Schäden.“ Tina und Roko liegen sich in den Armen vor Freude und Erleichterung.

Nach nur fünf Tagen in der Charité kann der Junge zurück nach Hause. Die Narbe verheilt perfekt. Schon jetzt ist klar: Noa kann zum ersten Mal in seinem Leben die Beine gerade durchstrecken, ohne Schmerzen. „Er hat jetzt alle Chancen, sich normal zu entwickeln“, sagt Prof. Thomale.

Die Kosten für die Operationen und die neuen Beinschienen hat „Ein Herz für Kinder“ übernommen. „Wir sind so unendlich dankbar, dass es Noa endlich gut geht“, sagt Vater Roko. „Ohne ,Ein Herz für Kinder‘ hätten wir das nie geschafft.“ Der größte Wunsch der Mutter: „Dass unser Kind so schnell wie möglich so aufwachsen kann, wie es für andere Kinder selbstverständlich ist. Eines Tages hoffentlich auch ohne Beinschienen, ganz allein, auf seinen eigenen Füßen.“

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