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China-Konzern schluckt deutschen Weltmarktführer

China-Konzern schluckt deutschen Weltmarktführer
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Ein weltweit bekanntes Chemie-Unternehmen aus Deutschland ist gerettet! Die Perlon-Gruppe, die 2025 in die Insolvenz gerutscht war, wird von einem chinesischen Investor übernommen. Ein Großteil der Arbeitsplätze an den deutschen Standorten bleibt mit dem Verkauf erhalten.

Perlon ist nach eigenen Angaben ein weltweit führender Hersteller von Kunststoff-Fasern für Papiermaschinen, Medizintechnik und Bürsten im Dental- sowie Kosmetikbereich. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Munderkingen (Baden-Württemberg) verbuchte zuletzt einen Jahresumsatz von 150 Millionen Euro mit insgesamt 850 Mitarbeitern an Produktionsstandorten in Deutschland, Polen und China. Doch im vergangenen Sommer musste die Perlon-Gruppe beim Amtsgericht Augsburg für sieben der neun deutschen Gesellschaften Insolvenz anmelden.

Die Gründe für die Insolvenz

Das Unternehmen hatte mit gesunkener Nachfrage im europäischen Papiermaschinenmarkt zu kämpfen. Die Auslastung an den Produktionsstandorten sei seit 2022 um rund 40 Prozent gesunken. Zudem litt der Hersteller unter massiven Energie- und Lohnkostensteigerungen und einem immer raueren internationalen Verdrängungswettbewerb.

Wer das Unternehmen gekauft hat

Knapp ein Jahr später die Übernahme: Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens wird die Perlon-Gruppe von dem Chemie-Konzern Wuxi Yinda Nylon aus China geschluckt. Der familiengeführte Styroporhersteller aus der Nähe von Shanghai hatte sich demnach in einem umkämpften Bieterprozess gegen internationale Interessenten durchgesetzt. Am 3. Juni wurden die Kaufverträge in Abstimmung mit dem gerichtlich bestellten Sachwalter Max Liebig aus München abgeschlossen.

Wie viele Mitarbeiter gehen müssen

Gute Nachricht für die Mitarbeiter in Munderkingen, Bobingen (Bayern) und Wald-Michelbach (Hessen): 450 der 510 Jobs sind gesichert. Die weltweit etablierte Marke Perlon soll ebenfalls weiter Bestand haben, heißt es. Alexander Görbing, Sprecher der Ulmer Kanzlei SGP Schneider Geiwitz, die die Verhandlungen federführend betreute, sagt gegenüber BILD: „Auch die drei Standorte in Deutschland bleiben erhalten.“ Der Stellenabbau betreffe vor allem die Produktionsstätte in Bobingen.

So hat Perlon die Pleite überlebt

Schlüssel zum Sanierungserfolg sei gewesen, dass während des Restrukturierungsprozesses der operative Geschäftsbetrieb unverändert weiterlaufen konnte. Auch die Lieferfähigkeit während der Insolvenz blieb unberührt von den Verhandlungen im Hintergrund. „Es ist für die Region und die betroffenen Industrien von enormer Bedeutung, dass diese starke Marke im globalen Markt erhalten bleiben kann und die traditionsreichen Standorte dauerhaft bestehen bleiben“, erklärte Generalhandlungsbevollmächtigter Christian Plail von der Kanzlei SGP in der Mitteilung.

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