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CDU: Im ZDF-Sommerinterview tritt Friedrich Merz gegen Jens Spahn nach

CDU: Im ZDF-Sommerinterview tritt Friedrich Merz gegen Jens Spahn nach
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Berlin – Fieser Seitenhieb von Friedrich Merz (CDU) nach dem Rücktritt von Jens Spahn (CDU): Im ZDF-Sommerinterview hat sich der Bundeskanzler deutlich von Spahn distanziert. Und er verteidigte sich selbst gegen Kritik. Als Spahn von seiner Vaterschaft mithilfe einer Leihmutter in den USA erzählt habe, sei ihm zunächst das Wohl des Kindes durch den Kopf gegangen, so Merz. Mit der Empörung habe er „nicht in diesem Umfang“ gerechnet.

Und dann der Nachsatz: „Aber es hatte wahrscheinlich auch was mit seiner Person zu tun und auch mit der Kommunikation“, vermutet der Kanzler. In dem Interview, das im ZDF um 19.10 Uhr in voller Länge ausgestrahlt wird, gibt Merz vor allem seinem früheren Unions-Fraktionschef die Schuld für die Empörung. Nachdem er von Leihmutterschaft erfahren habe, habe er sich gedacht: „Naja, hoffentlich geht er kommunikativ gut damit um“, so der Kanzler.

Merz sei Spahns Wunsch gefolgt und habe ihm die Kommunikation überlassen. Ob er sich von Spahn persönlich hintergangen fühle, fragte Moderatorin Diana Zimmermann (55). Merz: „Das will ich jetzt hier öffentlich nicht bewerten. Der Vorgang als solcher ist abgeschlossen, er ist zurückgetreten. Wir akzeptieren und respektieren das.“ Dann dankte Merz Jens Spahn noch für seine Arbeit, auch bei den Reformen der letzten Wochen.

Merz deutet Kabinettsumbildung an

Merz zeigte sich nach dem Spahn-Rücktritt auch offen für eine Kabinettsumbildung. „Es könnte eine Gelegenheit sein“, so der Kanzler. Als möglicher Kandidat für den Fraktionsvorsitz gilt der jetzige Kanzleramtschef Thorsten Frei (52, CDU). Sollte er Spahn nachfolgen, müsste Merz allerdings einen neuen Kanzleramtschef installieren.

Bestätigen will Merz die Personalie im Interview nicht. Er wisse nicht, wer Frei zum Top-Kandidaten ernannt habe. Er höre von dieser Möglichkeit jetzt zum ersten Mal, sagt er. In den kommenden Tagen aber solle die Nachfolge Spahns in den Gremien der Partei besprochen werden. Merz hat sich vorgenommen, bis Ende Juli eine Entscheidung zu treffen.

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