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WM 2026: Gipfel um Klopp! Foto von Lena! Infantino-Skandal! BILD-Reporter packen aus

WM 2026: Gipfel um Klopp! Foto von Lena! Infantino-Skandal! BILD-Reporter packen aus
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Noch fünf Tage. Das größte Turnier der Fußballgeschichte endet mit dem Finale vor den Toren New Yorks am Sonntag. Eine WM mit einem erneuten frühen deutschen Aus, mit unerwarteten Helden, Tränen-Abschieden alternder Stars und politischer Einflussnahme bei der Fifa. BILD-Reporter waren von Anfang an dabei. Beim deutschen Team in Winston-Salem und den anderen großen und kleinen Fußball-Nationen. Unterwegs bei der Drei-Länder-WM in Kanada, Mexiko und den USA.

Das sind ihre Geschichten!

Frau Bundestrainer auf dem Fahrrad

Fotograf Christian Spreitz: „Der Tag nach dem Auftaktsieg gegen Curacao. Für die Ersatzspieler steht am Vormittag ein Training auf dem Plan. Ich komme am hermetisch abgeriegelten Trainingsgelände der Wake Forest Uni, wo sich die DFB-Spieler während der WM vorbereiten, an und sehe im Augenwinkel, wie Bundestrainer Julian Nagelsmann auf dem Fahrrad durch das Tor fährt und neben ihm eine dunkelhaarige Frau. Vielleicht seine Ehefrau Lena? Wäre ungewöhnlich, denn warum sollte sie ihren Julian zur Arbeit begleiten? Nach dem Training will ich sichergehen und positioniere mich mit meiner Kamera Canon R1 am Tor zum Gelände. Um 12.45 Uhr fährt Lena gut gelaunt auf dem Rad an mir vorbei, 33 Sekunden später ihr Ehemann, der damalige Bundestrainer. Schöne Bilder, fotografiert mit 300-mm-Tele, die ich direkt an die Redaktion in Berlin schicke. In diesem Moment ahne ich noch nicht, dass dieses Foto zu den meistdiskutierten des Turniers wird. Und zu einem Symbol für die gescheiterte DFB-Mission WM 2026.

Vier Stunden Toiletten-Angst beim Klopp-Gipfel

BILD-Chefreporter Torsten Rumpf: „Der Bundestrainer-Gipfel in New York. Ich, der BILD-Reporter, verfolgte ihn dank eines Hinweises im TWA-Hotel am John-F.-Kennedy-Flughafen. Nach langem Warten und Auskundschaften der Lage vor Ort kamen Jürgen Klopp (59) und die DFB-Bosse Bernd Neuendorf (65) sowie Aki Watzke (67). Mein Fotokollege Tobias Everke und ich begaben uns in Lauerstellung, um kein wichtiges Detail zu verpassen, wenn der Gipfel unterbrochen bzw. beendet wird. Das ging so weit, dass wir nichts tranken, um bloß nicht auf die Toilette gehen zu müssen. Über vier Stunden mussten wir ausharren. Der Verzicht hat sich gelohnt!“

Warum Kimmich sich bei uns bedankte

BILD-Fußballchef Christian Falk: „Sein erstes Interview als WM-Kapitän gab Joshua Kimmich bei uns in BILD. Bevor wir das offizielle Gespräch starteten, hatte er eine Botschaft mitgebracht. Zu unserer Überraschung teilte er mit, dass er den letzten WM-Test gegen die USA (2:1) schlechter gesehen habe, als wir ihn bewertet hätten – und dafür dankte der DFB-Kapitän uns. Kimmich kennt die Rolle der Medien in der Gesellschaft und weiß, dass derzeit in Deutschland vieles im Argen liegt und die Menschen nach einem positiven Signal, einer Aufbruchstimmung lechzen. Dafür stellte er sich in den Dienst der Mannschaft. Ich weiß, dass Kimmich spätestens nach dem zweiten Gruppenspiel die Faust in der Tasche hatte, dass er Rechtsverteidiger spielen musste statt auf seiner gewohnten Position in der Zentrale. Kimmichs Haltung verdient umso mehr Respekt. Leider waren sich bei der WM nicht alle ihrer Verantwortung gegenüber Deutschland so bewusst wie Kimmich.“

High Noon mit Trump-Infantino-Skandal

BILD-Reporter Dennis Schlüter: „Der Rot-Skandal um Folarin Balogun (25), das Politikum der WM. Sonntagmittag, High Noon, erreicht das BILD-Team in Dallas die Nachricht, dass der US-Stürmer im Achtelfinale trotz Roter Karte spielen darf. Ein einmaliger Vorgang mit fadem Beigeschmack, denken wir zunächst. In der deutschen Nacht wird dann die ganze Tragweite deutlich. US-Präsident Donald Trump hatte Fifa-Präsident Infantino per Anruf um die Begnadigung gebeten. Jürgen Klopp spricht bei MagentaTV den Fußball-Fans aus der Seele: ‚Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel.‘ Unsere Axel Springer Global Reporter finden heraus, dass die Entscheidung selbst unter Fifa-Funktionären als ‚Schande‘ bezeichnet wird. Trump will sich tags darauf trotz allem für seinen ‚Einsatz‘ feiern lassen, gibt alles zu. Infantino verweist dagegen auf die Fifa-Kommission, die die Entscheidung völlig unabhängig getroffen habe. Glauben wird dies niemand mehr. Belgiens Protest wird erst zugelassen, dann abgeschmettert. Eine Nacht später das zumindest sportlich versöhnliche Ende: Mit Balogun verlieren die Amis 1:4. Wir titeln: ‚Belgien rächt die Fußball-Welt‘.“

Wie die Kakerlaken zur Schlagzeile wurden

BILD-Chefreporterin Yvonne Gabriel: „Im Turnierverlauf wurden zwar nicht die Leistungen der DFB-Elf unterhaltsamer, dafür aber mitunter die Geschichten. Kurz vorm deutschen Turnier-Aus bekam ich die Info, dass es im deutschen WM-Quartier in Winston-Salem eine Kakerlaken-Plage gibt. Ein kleines Nachrichten-Leck in der sonst maximal abgeschotteten DFB-Zentrale. Fakt: Immer, wenn die Stars an anderen Spielorten kickten, mussten die Kammerjäger im Hotel ‚Graylyn Estate‘ anrücken. Als mir die Geschichte berichtet wurde, schüttelte es mich. Die Info zu haben, freute mich aber natürlich. Das Teamhotel hatte vier Sterne, aber es war eben auch schwülwarm in Winston-Salem. Während ich also über die Kakerlaken-Spezies recherchierte – die ‚Florida-Waldschabe‘ (für immer gemerkt!!!) – holte ich parallel zum deutschen WM-Aus eine zweite Quelle ein. Und mit dem Deutschland-Aus war auch die Story raus.“

Der DFB ist weg, aber trotzdem noch da

BILD-Reporter Paul Grotenburg: „Winston-Salem. Drei Tage nach dem blamablen deutschen WM-Aus gegen Paraguay fahre ich noch einmal zum Teamhotel ‚The Graylyn Estate‘. Eigentlich ist das DFB-Team längst weg. Doch vor Ort wirkt es, als würde es jeden Moment zurückkommen. Gelbes Flatterband, ein Polizeiauto, ein Security-Zelt und Absperrgitter. Überall erinnern noch Banner in Deutschland-Farben und DFB-Schilder an den Aufenthalt der Nationalmannschaft. Als ich die Hoteleinfahrt entlanglaufe, kommt mir sofort ein Security-Mann entgegen. Privatgelände, ich dürfe hier nicht sein. Als ich mich als deutscher Journalist vorstelle, wird er noch deutlicher. Er habe ausdrücklich den Auftrag, deutsche Medien fernzuhalten. Warum das Hotel auch Tage nach der Abreise noch wie eine Hochsicherheitszone abgeschirmt wird? Das bleibt auch nach der deutschen WM-Blamage ein Rätsel. Auf BILD-Anfrage reagierte das ‚Graylyn Estate‘ bis heute nicht.“

Plötzlich ging es im Mexiko-TV um mich

BILD-Chefreporter Matthias Marburg: „Für viele Mexikaner ist die Sendung ‚Fútbol Central‘ auf dem Sender TUDN ein Muss. Deshalb schaltete ich auch immer mal wieder rein – und war arg überrascht, als plötzlich mein Foto über den Bildschirm flackerte. Dazu war ich Gesprächsthema bei den vier Moderatoren. Hintergrund: Über eine der Kolleginnen (María Fernanda Mora) hatte ich vorher einen Online-Bericht geschrieben. Sie ist Mexikanerin ohne deutsche Vorfahren, spricht aber fließend Deutsch. Am Ende der Einblendung wurde sie noch gefragt, ob sie jetzt einen deutschen Freund habe. Den gönne ich ihr, aber ich bin es nicht.“

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