Oberwil (Schweiz) – Besonders sexy sieht das in die Jahre gekommene Haus wirklich nicht aus. Aber der Preis, der jetzt für die Bruchbude in Oberwil (rund fünf Kilometer südlich von Basel gelegen) aufgerufen wird, hat es in sich: Umgerechnet 5,5 Millionen Euro soll die Hütte kosten – die aufgrund ihres Alters und ihrer Baufälligkeit gerade einmal noch 100.000 Euro wert ist. Woher also der Fabelpreis für das „im jetzigen Zustand nicht bewohnbare“ Haus?
Wie das schweizerische Boulevard-Portal Blick berichtet, liegt das einzig am Grundstück. Das Filetstück ist knapp 1800 Quadratmeter groß, bietet Platz für bis zu vier Einfamilienhäuser. Oder für ein großzügiges Mehrfamilienhaus. Und hier kommt der Gaga-Preis ins Spiel: Denn Haus Baujahr 1957 samt Grundstück werden vom Betreibungsamt des Kantons Basel-Landschaft versteigert. Die Behörde orientiert sich bei ihrer Preispolitik an einem Richtwert von umgerechnet rund 3000 Euro pro Quadratmeter, was in Summe 5,5 Millionen macht. Heftig: Der Blick-Schätzung zufolge müsste ein Investor für ein Mehrfamilienhaus noch einmal in etwa dieselbe Summe in die Hand nehmen, um den Bau hochzuziehen.
An Interessenten für das Projekt dürfte es in der reichen Schweiz nicht mangeln. Im jährlichen Global Wealth Report für das Jahr 2025 der Großbank UBS heißt es, dass die Eidgenossen beim Durchschnittsvermögen weltweit Spitze sind. Vor allem die Superreichen konnten ihren Reichtum weiter vermehren: Die 300 reichsten Schweizer besitzen rund 922 Milliarden Euro. Rechnerisch hat jeder Schweizer ein Vermögen (definiert als Summe aller Finanzanlagen und Sachwerte wie etwa Immobilien) von umgerechnet rund 800.000 Euro. Zum Vergleich: In Deutschland sind es rechnerisch „nur“ rund 295.000 Euro pro Erwachsenem, was aber immerhin Platz 14 im internationalen Vergleich bedeutet.