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Letzten Monat boxte sie noch um die WM: Raser legt Rückwärtsgang ein und fährt Frau tot

Letzten Monat boxte sie noch um die WM: Raser legt Rückwärtsgang ein und fährt Frau tot
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Navasota (Texas) – Letzten Monat hatte Hannah Rapp (26) noch um die WBC-Meisterschaft im Federgewicht der Frauen gekämpft – den wichtigsten Kampf um ihr Leben hat die junge Frau jetzt verloren. Rapp wurde totgefahren von einem Raser in einem Anflug von sogenannter Road Rage. Darunter versteht man extreme Wut im Straßenverkehr.

Wie zahlreiche US-Medien berichten, war die Profisportlerin (acht Siege bei nur einer Niederlage) am Samstag mit ihrem Freund auf einer Fahrradtour unterwegs. Von hinten rauschte viel zu schnell Charles Medina (31) in seinem Wagen heran, überholte mit einem gefährlichen Mini-Abstand und schnitt die Radfahrer. Daraufhin machte das Paar seinem Ärger Luft; schrie dem Wagen hinterher und winkte mit den Armen. Das sah Medina offenbar im Rückspiegel – zu viel für den mehrfach vorbestraften Intensivtäter! Nach einer Vollbremsung legte er den Rückwärtsgang ein und fuhr mit vollem Tempo nach hinten. Dabei erwischte er Hannah Rapp.

Nach seiner Festnahme versuchte der 31-Jährige, den Vorfall runterzuspielen. Er habe geglaubt, das Paar habe ihn anhalten wollen. Also sei er nicht sonderlich schnell zurückgefahren und habe die Frau erst im letzten Moment gesehen. Nach Polizeiangaben widersprechen alle Spuren am Tatort dieser Schilderung. Zumal die Heckklappe des nicht näher beschriebenen Wagens komplett eingedellt war und die Heckscheibe zerborsten

Charles Medina sitzt inzwischen im Gefängnis von Brazos County, ihm wird Totschlag vorgeworfen. Dafür drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft. Laut dem Lokalsender KBTX ist es der 13. Gefängnisaufenthalt für den Schwerkriminellen seit 2012. Der Texaner ist unter anderem verurteilt worden wegen Diebstahl, Drogenbesitz, Gewaltverbrechen – und rücksichtslosem Fahren. Die Kaution wurde auf 250.000 US-Dollar festgesetzt, das entspricht umgerechnet rund 220.000 Euro.

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