Georgetown (Guyana) – Nach dem Kentern einer Fähre mit 133 Menschen an Bord läuft im südamerikanischen Guyana ein großer Rettungseinsatz. Bislang sind 67 Menschen gerettet worden, teilten die Behörden mit. 66 Personen konnten noch nicht aus dem Wasser gezogen werden.
Ministerpräsident Mark Phillips erklärte, die „MV Barima“ sollte von der Hauptstadt Georgetown entlang der Atlantikküste nach Port Kaituma reisen. Phillips sagte, zu den Geretteten gehören 41 Männer, 11 Frauen und 15 Kinder. Der Unglücksort lag nach Behördenangaben in der Nähe des Flusses Pomeroon.
Angeblich war das Schiff nicht überladen
Juan Edghill, Minister für öffentliche Arbeiten, schrieb bei Facebook, das Schiff hatte am Samstagabend etwa eine Stunde vor Mitternacht einen Notruf abgesetzt. An dem Such- und Rettungseinsatz sind sowohl staatliche Behörden als auch private Schiffe beteiligt. Edghill erklärte, das Schiff war mit 250 Schwimmwesten, zwei festen Rettungsflößen und sechs aufblasbaren Rettungsflößen ausgestattet.
Er wies Behauptungen zurück, wonach die Fähre wegen einer Überladung mit Passagieren oder Fracht gekentert sein könnte. „Es hatte mit der Tide zu tun“, sagte der Minister und verwies dabei auf Aussagen geretteter Passagiere. Die Tide sind das Steigen und das Fallen des Wassers im Ablauf der Gezeiten. (AP/ias)