Politik

Waldemar Hartmann: Ex-Sportmoderator empört mit Satz über Elif Eralp

Waldemar Hartmann: Ex-Sportmoderator empört mit Satz über Elif Eralp
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Berlin – Die Berliner Linke Elif Eralp bietet politisch reichlich Angriffsfläche: ihre frühere Mitgliedschaft in der Roten Hilfe, die Kontakte ihrer Partei ins Clan-Milieu, der Israel-Hass in Teilen ihres Landesverbands. Jetzt entzündet sich sogar an ihrem Namen ein heftiger Streit. Im Mittelpunkt: Ex-Sportmoderator Waldemar Hartmann. Der hatte auf X geklagt, dass er „einfach ein Problem“ damit habe, „dass eine Regierende Bürgermeisterin der deutschen Hauptstadt Berlin Elif Eralp heißt“. Es hagelte Rassismus-Vorwürfe.

Hartmann teilte in seinem Beitrag zunächst kräftig gegen die Berliner Linke aus. Er warf der Partei eine „Abhängigkeit von kriminellen Clans und islamistischen Terrororganisationen“ vor. Dann der Satz, der für Diskussionen sorgt. „Ich habe einfach ein Problem damit, dass eine Regierende Bürgermeisterin der deutschen Hauptstadt Berlin Elif Eralp heißt“ – für viele eine rassistische Anspielung auf Eralps Nachnamen, der aus der Türkei stammt.

CDU-Politikerin Serap Güler (46), Staatsministerin im Auswärtigen Amt, stellte klar, dass man Eralp und ihre Partei „heftig kritisieren“ könne. Hartmanns Aussage sei jedoch „ohne Wenn und Aber blanker Rassismus“. Auch Dennis Radtke (47), Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, sprach von Rassismus. Grünen-Politikerin Ricarda Lang (32) reagierte auf X mit dem Satz: „You’re not supposed to say the quiet part out loud.“ Sinngemäß: Man soll das, was eigentlich unausgesprochen bleiben soll, nicht laut aussprechen.

Den Rassismus-Vorwürfen widerspricht Hartmann auf BILD-Anfrage jedoch entschieden. Mit seinem X-Post habe er lediglich die Berliner Linken kritisieren wollen. Deren Politik halte er für „aberwitzig“. Die Rassismus-Anschuldigungen hätten ihn tief getroffen: „Ich bin jetzt 78 Jahre alt, kein Mensch kann mir auch nur ansatzweise irgendetwas vorlegen, das mit Rassismus zu tun hat. Ich war kein Rassist, ich bin keiner und ich werde auch keiner werden.“

Hartmann wehrt sich gegen „Rassismuskeule“

Dass Linke und Grüne jetzt „die Rassismuskeule schwingen, damit kann ich leben. Die schwingen sie gegen jeden, der Klartext spricht.“ Dass aber auch CDU-Politiker ihm Rassismus vorwerfen, „anstatt sich zu fragen, warum eine Frau Eralp gewinnen konnte, das ist an Heuchelei und Unterirdischem nicht zu überbieten“.

Elif Eralp ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Ihre Eltern flohen 1980 vor der türkischen Militärdiktatur nach Deutschland. Ab dem heutigen Montag leitet sie Koalitionsverhandlungen mit den Grünen und der SPD in Berlin.

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