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Neuer Plan der Regierung: Deutschland soll „souveräne KI-Nation“ werden

Neuer Plan der Regierung: Deutschland soll „souveräne KI-Nation“ werden
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Berlin – Künstliche Intelligenz verändert das Leben von Menschen und die Wirtschaft auf der ganzen Welt – und Deutschland beansprucht bei Entwicklung und Nutzung jetzt eine globale Führungsrolle! Eine Taskforce der Bundesregierung hat dazu einen KI-Fahrplan entwickelt, der heute auf dem Digitalgipfel mit Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) vorgestellt wird.

Deutschland soll nach den Plänen der Regierung bis 2030 zu einer „souveränen KI-Nation“ werden und den Abstand zu den USA und China verkleinern. „Die nächsten zwölf bis achtzehn Monate sind für die Weichenstellung daher entscheidend“, heißt es im Ergebnisbericht der KI-Taskforce, über den Politico (gehört wie BILD zu Axel Springer) berichtet.

Massiver Ausbau von KI in Wirtschaft

Herzstück der neuen Strategie mit 18 Maßnahmen ist ein massiver KI-Ausbau in Wirtschaft, Regierung und Verwaltung: Bis 2030 sollen mindestens 80 Prozent der Großunternehmen und 55 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen Künstliche Intelligenz einsetzen. 90 Prozent der Bundesbehörden sollen bis dahin mindestens eine KI-Anwendung produktiv nutzen und „KI-Agenten“ Verwaltungsvorgänge vorbereiten und nach Möglichkeit sogar vollautomatisiert abschließen.

Noch größer sind die Pläne bei KI-Rechenzentren: Ihre Kapazität soll gegenüber 2025 um satte 300 Prozent wachsen! „KI made in Germany“ soll mit „hochspezialisierten Modellen“ zu einem international anerkannten Markenzeichen werden. Laut Strategiepapier tritt der Staat dabei als „strategischer Ankerkunde“ auf und erleichtert Anbietern so den Markteintritt.

Wildberger: „Da liegen Arbeitsplätze“

Die Bundesregierung hat die KI-Taskforce im Juni gegründet, um die einzelnen Vorhaben der Ministerien besser zu koordinieren. Federführend ist das Digitalministerium von Karsten Wildberger (57, CDU). „Da liegt Wertschöpfung, da liegt Wachstum, da liegen Arbeitsplätze. Und wir haben die Fähigkeiten dazu. Wichtig ist jetzt, wirklich durchzustarten und das, was wir bereits begonnen haben, zu verstetigen“, sagte der Minister im ARD-„Morgenmagazin“.

Mit Blick auf Unabhängigkeit von den USA sagte Wildberger, der Begriff der Stunde sei Souveränität. Das bedeute vor allem Wahlmöglichkeit. „Wir haben die Wahl, für wen wir uns entscheiden – und damit auch Unabhängigkeit. Aber ich glaube, wir wollen weiter in einer Welt leben, die auch von Partnerschaften lebt.“

Beim Digitalgipfel treffen sich heute und morgen Regierungsvertreter, Experten und Tech-Unternehmer aus verschiedenen Ländern mit Bundeskanzler Merz zu Beratungen über Chancen, Risiken und Auswirkungen von KI.

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