Detroit – Barack Obama (65) stürzt sich in den Wahlkampf für die Kongress-Zwischenwahlen 2026 („Midterms“). Er sorgt für Schlagzeilen – aber auch für Kritik aus den eigenen Reihen! Am Wochenende krempelte der Ex-Präsident für den umstrittenen linken Senatskandidaten Abdul El-Sayed (41) in Detroit (Michigan) die Ärmel hoch: Er beklagte, dass allein der Name des Bewerbers Anfeindungen auslöse, zog Parallelen zu seinen eigenen politischen Erfahrungen.
Teils im Lästerton zog er dann US-Präsident Donald Trump (80) durch den Kakao. Und hier ganz besonders dessen vergoldetes Weißes Haus, das so aussehe, als hätte Saddam Hussein eine Filiale der „Cheesecake Factory“ eröffnet. Zum Schluss posierten Obama und der Mediziner El-Sayed gemeinsam für die Kameras. Die Hoffnung: Obamas Starpower soll den Kandidaten im Wahlthriller gegen den Republikaner Mike Rogers (63) über die Ziellinie bringen.
Hat Obama umstrittenen Kandidaten aufgewertet?
Doch nicht alle in der Partei sind über die harmonischen Bilder aus Michigan glücklich – es gibt Kritik, wenn auch meist hinter vorgehaltener Hand. Der Vorwurf: Obama habe einen Kandidaten aufgewertet, dessen politische Positionen von vielen Demokraten abgelehnt werden!
El-Sayed verurteilt Israels Vorgehen in Gaza als „Völkermord“, macht die US-Unterstützung für Israel auch für finanzielle Belastungen der Amerikaner verantwortlich. Dann wollte er sich nicht festlegen, ob der Iran oder Israel die größere Bedrohung für die USA darstelle. Kritiker werfen ihm zudem fragwürdige Kontakte zu radikalislamischen Organisationen wie der Muslimbruderschaft vor – eine Verbindung ist allerdings nicht nachgewiesen.
Trump greift „Dschihadisten“ an
Auch wirtschaftspolitisch steht El-Sayed dem sozialistischen Parteiflügel nahe. Für die Republikaner ist seine Kandidatur eine willkommene Angriffsfläche: Trump bezeichnete ihn als „Dschihadisten“ und erklärte, man müsse für ihn Metalldetektoren aufstellen.
Auch mit Blick auf die Präsidentschaftswahl 2028 wächst die Unruhe: Ein Demokrat, der in der Daily Mail anonym zitiert wird, befürchtet, El-Sayed könnte als Senator zum Machtfaktor im Richtungsstreit zwischen Progressiven, Sozialisten und moderaten Politikern werden. Obama habe mit seinem Auftritt zugunsten El-Sayeds in diesen Richtungsstreit eingegriffen.
Löste Obama neuen Machtkampf aus?
Besonders brisant: Einige Parteigänger würden den Kandidaten laut dem Bericht sogar lieber verlieren sehen, selbst wenn das die erhoffte Senatsmehrheit kosten könnte. Obama wollte die Demokraten gegen Trump vereinen – doch stattdessen befeuerte er einen neuen Machtkampf in der eigenen Partei.