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Video zeigt den unfassbaren Crash: Cessna rammt Gleitschirm-Pilotin

Video zeigt den unfassbaren Crash: Cessna rammt Gleitschirm-Pilotin
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Zell am See (Österreich) – Ruhig schwebt die Paragliderin (44) über die grünen Berge, genießt die Aussicht. Alles scheint friedlich. Doch plötzlich kommt eine weiße Cessna angerauscht. Das Motorenbrummen wird lauter, dann rammt der Pilot den Gleitschirm. Die Österreicherin hängt mit ihren Seilen bloß noch an Stofffetzen, stürzt plötzlich im freien Fall Richtung Erde. Eine Kamera zeichnet den unfassbaren Crash auf – und wie sie es schafft, doch noch nahezu unverletzt zu landen.

Am Samstagmittag war die 44-Jährige zu einem Gleitschirmflug nahe dem österreichischen Ort Zell am See gestartet. Auf der Aufnahme, die die Österreicherin auf Instagram geteilt hat, sieht man, wie sich plötzlich von hinten ein Flugzeug in hohem Tempo nähert. Die Paragliderin guckt sich noch um, doch da ist es schon zu spät: Die Nase der Cessna trifft genau den Schirm, der Propeller zerfetzt den Stoff.

Pilotin hat Nerven wie Drahtseile

Sofort trudelt sie unkontrolliert Richtung Erde, in freiem Fall! Doch statt in Panik zu verfallen, greift die erfahrene Pilotin geistesgegenwärtig in den schwarzen Fußsack ihres Gleitschirms und zieht den Reserveschirm. Der öffnet sich sofort, bremst den Fall. Eine sekundenschnelle Reaktion. Erst dann schreit die Österreicherin und ruft: „Alter! Leck mich am Arsch!“

Es ist dann im Video zu sehen, wie sie sich Bäumen nähert und schließlich auf einem Waldweg sicher landet. Der Schock ist ihr ins Gesicht geschrieben, als sie schnell ihren Helm lockert, offenbar um besser Luft zu bekommen. Außer Atem sagt sie in die Kamera: „Ich lebe noch, das ist einmal die Hauptsache.“ Sie könne kaum glauben, dass „außer ein paar fiesen blauen Flecken und rundum Prellungen wirklich nichts passiert ist“, schreibt die Oberösterreicherin später in ihrem Post. Dankbar über den glimpflichen Ausgang des Unfalls schreibt sie von einem „zweiten Geburtstag“.

Polizei ermittelt gegen Cessna-Piloten

Am Steuer der Cessna saß laut Polizei ein 28-Jähriger aus Tirol, der sich auf einem Rundflug befunden haben soll. Er habe angegeben, dem Gleitschirm nicht mehr ausweichen zu können. Nach dem Vorfall landete er in Zell am See.

Ein erfahrener Berufspilot, der selbst Cessna fliegt, erklärt gegenüber BILD: „In den Karten für Piloten gibt es Fallschirmspringer-Schutzzonen. Im Gegensatz dazu können Paraglider im unkontrollierten Luftraum beliebig fliegen, heißt, Piloten müssen den Paraglider auf Sicht erkennen. Eine Cessna fliegt in der Regel circa 180 km/h, ein Paraglider nur wenige Kilometer pro Stunde. Dadurch gibt es eine sehr große Annäherungsgeschwindigkeit und wenig Zeit zum Reagieren.“

Auf Anfrage von BILD erklärt die Polizei, den Vorfall nach Abschluss der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Salzburg zur strafrechtlichen Beurteilung vorzulegen. „Im Raum steht für den Piloten das Delikt der Gefährdung der körperlichen Sicherheit, welches mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Monaten bedroht ist“, so ein Beamter.

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