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Tiroler kämpfen gegen Lkw-Flut: Tausende Demonstranten legen Brenner-Autobahn lahm

Tiroler kämpfen gegen Lkw-Flut: Tausende Demonstranten legen Brenner-Autobahn lahm
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Matrei (Österreich) – Normalerweise donnern hier jedes Jahr 2,4 Millionen Lastwagen und fast 11 Millionen Autos vorbei. Doch am Samstag standen auf der Brenner-Autobahn A13 von 11 bis 19 Uhr alle Räder still. Statt Verkehr eroberten Tausende Demonstranten die Fahrbahn.

Die Menschen aus den Gemeinden des Wipptals wollten ein deutliches Zeichen setzen: Sie fühlen sich vom Transitverkehr überrollt. Lärm, Abgase, Staus und Schleichverkehr belasten ihren Alltag. Unter den Demonstranten war auch Georg Satzinger (25) aus dem Tiroler Oberland. Auf seinem Plakat steht: „Deutschland bricht Verträge – Tirol erstickt“.

„Zu viel Verkehr im Wipptal“

„Es ist mega frustrierend, weil nichts weitergeht. Diese Masse an Lkw erdrückt uns“, sagt Satzinger zu BILD. Die Demo mitten in der Ferienzeit sei bewusst gewählt worden, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. „Hoffentlich werden wir auch in Deutschland gehört.“

Auch die Schülerin Katharina Kröll ist zur Kundgebung gekommen. Für sie ist die Verkehrslage längst ein Sicherheitsproblem. „Es herrscht einfach zu viel Verkehr bei uns im Wipptal. Der ständige Stau im Sommer ist hochgefährlich und führt zu Unfällen“, sagt die 14-Jährige, die selbst bei der Feuerwehr aktiv ist. „Wir können weder mit dem Fahrrad noch mit dem Moped sicher auf die Straße.“ Ihre Forderung: Die Ausfahrten von der Autobahn stärker beschränken und die Maut erhöhen. „Dann fahren sicher weniger Leute.“

Einkaufen fällt oft wegen Stau flach

Klaus Rott (64) von der Schützenkompanie St. Nikolaus-Mariahilf aus Innsbruck sieht die Belastung ebenfalls am Limit. „Klar, wir sind Transitland. Aber bei uns bleiben Dreck, Abgase und Lärm. Die Bevölkerung ist geplagt, jeden Tag herrscht Chaos auf den Straßen“, sagt er. Teilweise könne man wegen der Staus am Abend nicht einmal mehr zum Einkaufen fahren. Besonders kritisch sieht er die Situation nördlich des Brenners: „Es hakt halt in Bayern. Dort geht nichts weiter.“

Trotz der Vollsperrung blieb das befürchtete Verkehrschaos allerdings weitgehend aus. Wie Polizisten berichteten, mussten nur vereinzelt Autofahrer zum Umkehren aufgefordert werden. Von dem erwarteten „Jahrhundertstau“ war am Samstag kaum etwas zu sehen. Für die Demonstranten zählt dennoch vor allem eine Botschaft: So wie bisher könne es am Brenner nicht weitergehen.

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