Jetzt wird abgerechnet! Die deutsche Nationalmannschaft ist bei dieser Weltmeisterschaft mal wieder früh gescheitert. Nach dem peinlichen WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay packt Thomas Helmer (61) aus. Sein Fazit ist knallhart!
„Wir sind nicht mehr Weltspitze. Das müssen wir uns eingestehen“, so Helmer bei SPORT1. Für den Ex-Europameister ist klar: Es geht nicht um das spielerische Niveau. Er sagt: „Was mich erschrocken hat, ist nicht, dass wir leistungsmäßig oder in der Breite nicht die besten Spieler haben – sondern mich hat die Einstellung, der Wille, dieses Nicht-Aufgeben, was wir sonst immer hatten, gestört. Dass wir dagegenhalten. Die vermeintlich kleineren und spielerisch schwächeren Mannschaften haben zumindest alles gegeben.“
Jürgen Klopp (59) soll neuer Bundestrainer werden, der Ex-Nationalspieler traut ihm das zu: „Kloppo wird das schaffen. Ich glaube, dass er die Jungs einfangen kann und ihnen die richtige Mentalität und die Einstellung einimpft, die wir zuletzt vermisst haben. Er hat sicherlich trotzdem nicht die Vielzahl und die Riesenauswahl an Spielern, aber ich glaube, dass er aus fast allen Spielern noch viel rausholen kann.“
Helmer setzt auf diese jungen Spieler
Helmer ist der Meinung, dass in Zukunft viele junge Spieler herangeführt werden müssen. Konkret denkt er an: „Tom Bischof ist auch noch einer von den jungen Spielern. Wir haben davon schon eine ganze Menge. Kevin Schade, Yann Aurel Bisseck, wie sie alle heißen.“
Bei den letzten drei Weltmeisterschaften gehörte die DFB-Elf nicht zu den besten 16 Mannschaften der Welt. Helmer fordert jetzt: Auch an der grundsätzlichen Einstellung der DFB-Stars muss sich etwas ändern: „Bei uns habe ich manchmal das Gefühl, es ist nichts Besonderes mehr, Nationalspieler zu sein. Für mich war es das Größte, zum Länderspiel zu fahren, egal ob gegen Luxemburg oder Brasilien, das war völlig wurscht. Da müssen wir wieder hinkommen, dass auch ein Turnier etwas Besonderes ist.“