New York/Washington – Es ist der größte Börsengang aller Zeiten – und im Umfeld von Donald Trump wird kräftig mitverdient! Das Börsendebüt der Weltraumfirma SpaceX könnte mehrere Berater des US-Präsidenten und Regierungsmitglieder (noch) reicher machen. Am kommenden Freitag (12. Juni) wird das von Tech-Titan Elon Musk gegründete Unternehmen zunächst 555 Millionen Aktien zum Startpreis von 135 Dollar verkaufen. Gesamtvolumen: 75 Milliarden Dollar!
Der Musk-Konzern könnte damit zu einer der wertvollsten Firmen der Welt werden – und Musk zum weltweit ersten Billionär. Denn bei insgesamt 13 Milliarden Aktien, von denen ab Freitag 4,3 Prozent der Papiere gehandelt werden, liegt der Börsenwert der Firma bei 1,75 Billionen Dollar!
Trump-Verhandler ist großer Gewinner
In den USA ist der SpaceX-Börsengang längst auch ein Politikum. Mehrere Weggefährten von Trump könnten davon finanziell profitieren. Insgesamt zehn Beamte und Regierungsvertreter halten Beteiligungen an der Firma. Ihr Wert ihrer Investments liege zwischen 9,9 Millionen und 43,8 Millionen Dollar, berichtet „Bloomberg“. BILD zeigt, wer auf der Liste steht:
- Der prominenteste Name ist Steve Witkoff (69), Trumps Emissär für Weltkrisen. Er hält laut „Bloomberg“ über eine Investmentgesellschaft SpaceX-Vermögen im Wert von einer bis fünf Millionen Dollar.
- Kelly Loeffler (55), Chefin der Small Business Administration (eine unabhängige Bundesbehörde der US-Regierung, die kleine Unternehmen unterstützt), meldete eine Beteiligung an SpaceXAI von einer bis fünf Millionen Dollar.
- Michael Lynch, früherer SpaceX-Mitarbeiter und heute stellvertretender Chef der US-Bundesbehörde für Regierungsdienste und Immobilienverwaltung (GSA), hält SpaceX-Anteile im Wert von 500.000 bis einer Million Dollar.
- Auch mehrere US-Botschafter – darunter in Luxemburg, Irland, Tschechien und Portugal – meldeten Beteiligungen an SpaceX oder SpaceXAI.
Kritik an möglichen Interessenkonflikten
Was passiert mit solchen Beteiligungen beim Börsengang? Sobald die Aktie gehandelt wird, erhalten die Anteile einen klaren Marktwert. Steigt der Kurs, winken hohe Gewinne. Genau hier beginnt die Debatte über mögliche Interessenkonflikte. Denn Musks Firma erhält Milliardenaufträge von der US-Regierung.
Sollten die Trump-Leute am SpaceX-Börsengang mitverdienen, wäre das eine weitere Facette in der Debatte um Geldmacherei im Umfeld des Präsidenten.