Politik

Statement der Linken zum CSD-Terror sorgt für Entsetzen

Statement der Linken zum CSD-Terror sorgt für Entsetzen
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Berlin – Nach dem Terroranschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin macht ein Instagram-Statement der Linken in Neukölln fassungslos. Islamisten, die immer wieder Attacken in Deutschland verüben, werden darin mit keinem Wort erwähnt. Stattdessen warnt die Partei vor „rassistischer, antimuslimischer oder sonstiger reaktionärer Hetze“ und wirft „rechten und konservativen Akteuren“ vor, gezielt eine queer- und transfeindliche Ideologie zu verbreiten. Diese habe den Boden für solche Angriffe bereitet.

Scharfe Kritik an der Linken-Erklärung kommt aus der CDU. Der Bundestagsabgeordnete Christoph de Vries (51) sagt zu BILD: „Der Islamismus ist eine sehr konkrete, tödliche Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in unserem Land. Das gilt insbesondere auch für sexuelle Minderheiten.“ Das Statement der Neuköllner Linken zeige die „gefährliche Allianz von Islamisten und linker Szene“.

Auch der SPD-Bürgermeister in Neukölln, Martin Hikel (40), äußert sich in BILD empört: „Die Linkspartei in Neukölln zieht keine klare Grenze zu Antisemiten und radikalen Islamisten. Wer so agiert, nimmt eine Radikalisierungsspirale billigend in Kauf.“ CDU-Bürgermeisterkandidat Stefan Evers (46) sieht den Islamismus als „größte Gefahr“ für Schwule und Lesben.

Islamisten als „konservative Kräfte“?

Auf BILD-Nachfrage erklärte ein Vertreter der Partei, der Islamismus sei mit der Kritik an „queerfeindlichen Kräften“ mitgemeint. Ähnlich äußerte sich der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano (51, SPD). Er hatte bereits wenige Tage vor dem Anschlag erklärt, die queere Community werde vor allem „von rechts und von konservativen Kräften“ angegriffen. Nach dem Attentat verteidigte er seine Aussage, stellte aber klar, dass er zu den konservativen Kräften auch Islamisten zähle.

Bei dem Anschlag am Samstagabend war Abdul Ballout mit einem Transporter in eine Menschenmenge nahe dem Berliner CSD gefahren. Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Menschen verletzt. Nach einer Großfahndung erschossen Einsatzkräfte den 21-Jährigen am Sonntagabend. Er soll Beamte angegriffen haben.

Vielleicht verpasst