Oxnard (USA) – Weil er über Jahre hinweg mindestens 1700 Reptilien schmuggelte, muss ein Mann aus Kalifornien für mehr als fünf Jahre ins Gefängnis. Auf die Schliche kamen ihm die Behörden, als er mit mehr als 60 Tieren erwischt wurde.
Jose Manuel Perez aus Oxnard in Kalifornien schmuggelte über sechs Jahre hinweg mindestens 1700 Reptilien in die USA. Jetzt wurde der Mann zu knapp fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Marktwert der geschmuggelten Tiere: über 739.000 US-Dollar (rund 641.300 Euro).
Babykrokodile und Krustenechsen im Gepäck
Wie die Staatsanwaltschaft für den Central District of California mitteilte, hatte sich Perez bereits im August 2022 in zwei Fällen des Schmuggels von Waren in die Vereinigten Staaten und in einem Fall des Wildtierhandels schuldig bekannt. Demnach hatten er und seine Mittäter zwischen Januar 2016 und Februar 2022 Tiere über die Grenze gebracht – hauptsächlich Reptilien wie Yucatán-Dosenschildkröten, Babykrokodile und Mexikanische Krustenechsen.
Laut Medienberichten nutzte die Bande soziale Medien, um aus der Wildnis entnommene Tiere zu kaufen und zu verkaufen sowie deren Lieferung zu organisieren. Die Anzeigen für die Reptilien enthielten Fotos und Videos, die zeigten, wie die Tiere in freier Wildbahn gefangen wurden.
Die Schmuggler holten die Tiere am internationalen Flughafen Ciudad Juárez in Mexiko ab, bevor sie diese mit Fahrzeugen über die Grenze nach El Paso in Texas transportierten. Perez zahlte für jede Sendung eine „Überführungsgebühr“. Deren Höhe hing von Faktoren wie der Anzahl der transportierten Tiere und dem Risiko ab, entdeckt zu werden.
Festnahme mit 60 Reptilien unter der Kleidung
Am 25. Februar 2022 ging Perez den Behörden ins Netz. Er versuchte, mit etwa 60 Reptilien in die USA einzureisen – versteckt in Taschen unter seiner Kleidung, wie CBS News berichtete. Laut Medienberichten behauptete er, die Tiere seien seine Haustiere. Perez verbüßt die Strafe zusätzlich zu einer bereits laufenden neunjährigen Haftstrafe in einem Bundesgefängnis. 2023 hatte er sich in drei Fällen des unerlaubten Waffenbesitzes schuldig bekannt, teilte die US-Staatsanwaltschaft mit.