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Problemhochhaus in Duisburg: Messerattacke Blutspur vorm Weißen Riesen

Problemhochhaus in Duisburg: Messerattacke Blutspur vorm Weißen Riesen
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Duisburg – Großeinsatz am berüchtigten Problemhochhaus „Weißer Riese“ in Duisburg. Nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung vor dem Gebäude wurde in der Nacht zu Samstag ein Mensch durch Messerstiche schwer verletzt. Die Polizei setzte noch in der Nacht eine Mordkommission ein.

Nach ersten Erkenntnissen geriet ein Streit zwischen einer oder mehreren Personen im Duisburger Stadtteil Hochheide (NRW) gegen 2 Uhr außer Kontrolle. Dabei soll auch eine Stichwaffe eingesetzt worden sein.

Opfer lief blutüberströmt vom Tatort weg

Obwohl das Opfer schwere Stichverletzungen erlitt, soll es sich noch mehrere hundert Meter weit geschleppt haben. Erst an einer nahegelegenen Kreuzung Ottostraße/ Moerser Straße brach die Person dann blutüberströmt zusammen. Rettungskräfte versorgten den Schwerverletzten vor Ort und brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus.

Die Spuren der Tat waren noch Stunden später deutlich zu sehen. Eine lange Blutspur, die von der Polizei mit gelber Farbe eingekreist und markiert wurde, zog sich vom „Weißen Riesen“ über die Straße bis zur Kreuzung, an der das Opfer gefunden worden war.

Staatsanwalt bestätigt die Tat

„Am frühen Samstagmorgen gegen 2 Uhr soll es vor dem Weißen Riesen eine Auseinandersetzung gegeben haben, bei der möglicherweise ein Messer eingesetzt wurde. Eine Person wurde dabei schwer verletzt. Inzwischen wurde bereits eine Mordkommission eingesetzt, die mit Hochdruck ermittelt“, sagte Staatsanwalt Martin Mende (52) am Samstag zu BILD.

Zeugen hörten zuerst Knallgeräusche

Während Notärzte um das Leben des Verletzten kämpften, begannen Kriminalbeamte mit der Spurensicherung. Bis in die frühen Morgenstunden sicherten sie Beweise rund um den „Weißen Riesen“ und befragten Zeugen. Mehrere Anwohner gaben an, zunächst Knallgeräusche gehört zu haben. Daraufhin alarmierten sie die Polizei. Ob die Geräusche Schüsse waren und mit der Tat in Verbindung stehen, ist derzeit noch unklar.

Der „Weiße Riese“ in Duisburg ist ein Wohn-Albtraum

20 Stockwerke hoch ragt der Riese aus dem Duisburger Stadtteil Hochheide heraus. In 320 Wohnungen leben 1400 Menschen. Im Fahrstuhl stinkt es nach Urin, Müll stapelt sich auf den Fluren oder wird gleich aus den Fenstern geworfen. In den verdreckten Treppenhäusern spielen Kinder auf dem Boden. Bewohner berichten von Kakerlaken, Bettwanzen und dass sie nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen. Die Eigentumsverhältnisse im „Weißen Riesen“ sind unklar.

Im Herbst 2024 machte das Hochhaus bundesweit Schlagzeilen: Die DHL weigerte sich, weiter Pakete in den „Weißen Riesen“ zu liefern. Zu gefährlich.

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