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Neue Umfrage zu Merz und Wüst: Kanzlertausch würde Union nicht helfen

Neue Umfrage zu Merz und Wüst: Kanzlertausch würde Union nicht helfen
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Berlin – Neue Umfrage, neue Unruhe für Kanzler Friedrich Merz (70, CDU): In einer Forsa-Befragung für „Stern“ und RTL geben 53 Prozent der Deutschen an, dass ein „Kanzlertausch“ die Union auch nicht weiter nach vorne bringen würde. ABER: 41 Prozent der Befragten glauben, dass es durchaus helfen würde, wenn Merz seinen Platz im Kanzleramt räumt! Die Zahlen zeigen: Die Debatte um einen möglichen Wechsel an der Spitze ist längst nicht vom Tisch.

Brisant: Selbst unter den eigenen Anhängern gibt es Zweifel am Kanzler. Immerhin 42 Prozent der CDU/CSU-Wähler meinen, die Union hätte mit einem anderen Kanzler bessere Chancen auf höhere Zustimmungswerte. 56 Prozent sehen das anders. In der aktuellen Sonntagsfrage von INSA liegt die Union mit 22 Prozent deutlich hinter der AfD (29 Prozent).

Die Diskussion war zuletzt durch Berichte über angebliche Gedankenspiele innerhalb der Union angeheizt worden. Dabei fiel auch der Name von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (50, CDU). Aus dem Umfeld des Kanzlers wurden die Spekulationen jedoch scharf zurückgewiesen – als „naive Idee“. Auch Wüst selbst bezeichnete die Gerüchte als „Quatsch“.

Demonstrative Unterstützung für Merz

Während die Gerüchteküche brodelt, stellen sich führende Christdemokraten demonstrativ hinter Merz. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (48) sprach im ZDF von „Scheindebatten“. Drei Tage sei er in seinem Wahlkreis unterwegs gewesen, niemand habe ihn auf einen möglichen Kanzlerwechsel angesprochen. Die Bürger interessierten sich vielmehr für die hohen Energiepreise und die Steuerlast.

Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (52, CDU) weist die Kritik an Merz entschieden zurück. Auf die Frage, ob der Kanzler ein Autoritätsproblem habe, antwortete er in der ARD: „Nein, überhaupt gar nicht“. Die Diskussion über einen möglichen Austausch an der Regierungsspitze nannte er „ein bisschen absurd“ und „eher von außen aufgedrückt“. Aus seiner Sicht habe die Debatte „keinen Wahrheitsgehalt“.

Treffen von Merz und Wüst

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt ausgerechnet ein Treffen von Merz und Wüst an diesem Montag im sauerländischen Meschede. Beide werden dort zu einer internen Klausur der NRW-CDU erwartet. Nach Angaben aus Parteikreisen ist die Veranstaltung allerdings seit Monaten geplant. Das Treffen habe „nichts mit der aktuellen Lage zu tun“.

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