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Wegen Hitzewelle in Nordkorea: Kim-Propaganda empfiehlt Hundefleisch-Suppe

Wegen Hitzewelle in Nordkorea: Kim-Propaganda empfiehlt Hundefleisch-Suppe
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Pjöngjang/Berlin – Mehr als 40 Prozent der 26 Millionen Nordkoreaner leiden Hunger, denn Lebensmittelknappheit und Mangelernährung sind Teil der Gängelung, welche die Kim-Diktatur gegen das eigene Volk anwendet. Geringe Ernten, Naturkatastrophen, wirtschaftliche Isolation und kaum Zugang zu internationaler Hilfe komplettieren die missliche Lage. Jetzt haben die Staatsmedien von Alleinherrscher Kim Jong-un zum Hunde-Verzehr aufgerufen.

Vor dem Hintergrund einer Hitzewelle, die das vor allem in ländlichen Regionen unterentwickelte Land besonders hart trifft, empfiehlt die Kim-Propaganda ausgerechnet Hundefleischsuppe und Ginsengbrühe als Hausmittel gegen die Temperaturen von über 40 Grad.

Ein von der staatlichen Zeitung „Rodong Sinmun“ zitierter Arzt sagte, Hundefleischsuppe sei „vorteilhaft“ für die Nährstoffversorgung. Kims Nachrichtenagentur „KCNA“ wirbt zudem für eine traditionelle Samgyetang-Suppe, die mit Hühnchen und Ginseng zubereitet wird.

Klar ist: Die koreanische Halbinsel ächzt unter einem heißen Sommer – neue Temperaturrekorde wurden gemessen. Experten zufolge ist das international isolierte Nordkorea schlecht für Hitzewellen gerüstet. So gibt es teils keine Anbindung an ein verlässliches Stromnetz (geschweige denn Klimaanlagen) oder fließendes Wasser.

Hundefleisch in Südkorea bald verboten

Die Ernährungstipps der Diktatur gingen noch weiter: Die Kim-Propaganda pries zudem die „unvergleichliche medizinische Wirkung“ von Ginseng aus der Grenzstadt Kaesong (zu Südkorea) an und führte dies auf die „besondere Boden- und Wasserqualität sowie die einzigartige Anbaumethode“ der Region zurück.

„Das koreanische Volk betrachtet es als gesundheitsfördernden Brauch, in der heißesten Zeit des Sommers heiße Speisen zuzubereiten“, so die Nachrichtenagentur. Wie zynisch, wenn man bedenkt, wie viele Defizite im Kim-Reich herrschen.

Fakt ist: Hundefleisch galt früher auch in Südkorea als sommerliche Delikatesse. Im Februar kommenden Jahres tritt jedoch in dem Land, mit dem sich Nordkorea formell noch im Krieg befindet, ein Hundefleisch-Verbot in Kraft.

Mehr Raketen statt weniger Hunger

In Nordkorea sind die Prioritäten klar, wie Kims einflussreiche Schwester jüngst abermals verdeutlichte: Nach der Bekanntgabe japanischer Pläne für einen Ausbau der Armee will Nordkorea nach ihren Angaben „zusätzliche militärische Optionen“ schaffen. Kim Yo-jong warf Japan die „Verwandlung in einen Kriegsstaat“ vor. Heißt: Während das eigene Volk leidet, baut Nordkorea seine Atom- und Raketenarsenale weiter aus.

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