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„Mister Miele“ ist tot! Peter Christian Zinkann leitete den Konzern 40 Jahre lang

„Mister Miele“ ist tot! Peter Christian Zinkann leitete den Konzern 40 Jahre lang
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Gütersloh – Peter Christian Zinkann ist tot. Der frühere Chef des Haushaltsgeräte-Herstellers Miele starb am Montag im Alter von 98 Jahren. Man trauere um eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit, teilte der Gütersloher Konzern mit. „Mister Miele“ machte aus der Firma einen Weltkonzern. Er gilt als Kopf hinter Innovationen wie dem elektronisch gesteuerten Trockner (1966), Spülmaschinen mit Besteckschubladen (ab 1986) und der Miele-Schontrommel (2001). Insgesamt reichte Zinkann mehr als 80 Patente ein.

Zinkann kam 1928 in Bremen zur Welt. Während des Zweiten Weltkriegs war Zinkann Flak-Helfer, machte sein Abitur deswegen erst mit 21. Nach einem Maschinenbau-Studium mit anschließender Promotion startete er 1958 bei der Firma, die sein Großvater Reinhard Zinkann gemeinsam mit Carl Miele 1899 gegründet hatte.

Zu seiner Anfangszeit stellte der Konzern noch Fahr- und Motorräder her, später fokussierte sich Miele auf Haushaltsgeräte. Sein Sohn Reinhard Zinkann (67) ist seit 1999 Mitglied der Miele-Geschäftsleitung. Über 40 Jahre leitete der Manager das Unternehmen.

Milliarden-Umsatz mit 23.000 Mitarbeitern

Erst mit 76 Jahren zog er sich 2004 als geschäftsführender Gesellschafter zurück – kurz nach dem Tod seines Geschäftspartners Rudolf Miele (†84). Ein Jahr zuvor war „Mister Miele“ zum Ehrenbürger seiner Wahlheimat Gütersloh ernannt worden, später wurde ihm sogar das Verdienstkreuz Erster Klasse verliehen.

Miele kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 5,16 Milliarden Euro – 2,3 Prozent mehr als 2024. Zum Gewinn macht die Firma mit ihren rund 23.000 Beschäftigten keine Angaben. Das Unternehmen stellt Waschmaschinen, Trockner, Spülmaschinen, Kaffee-Vollautomaten, Staubsauger und weitere Haushaltsgeräte her. Miele befindet sich bis heute vollständig im Besitz der Nachfahren der beiden Gründerfamilien Miele und Zinkann.

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