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Medienbericht zum Bahnhofs-Drama: Stuttgart 21 soll jetzt erst Ende 2031 fertig werden

Medienbericht zum Bahnhofs-Drama: Stuttgart 21 soll jetzt erst Ende 2031 fertig werden
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Stuttgart - Wird aus Stuttgart 21 jetzt Stuttgart 31? Das Milliardenprojekt des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs wird NOCH später fertig als gedacht. Der Grund: „drastische Versäumnisse“ der Deutschen Bahn. Die Eröffnung des neuen unter die Erde verlegten Bahnhofs muss auf Ende 2031 verschoben werden.

Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf mit dem Projekt vertraute Personen. Verantwortlich für die erneute Verzögerung ist die zuständige Projektgesellschaft der Deutschen Bahn. Auch in der grün-schwarzen Landesregierung von Baden-Württemberg wird davon ausgegangen, dass eine Eröffnung vor 2031 höchst unwahrscheinlich ist.

Bahn will Teil-Eröffnung im nächsten Jahr

Nach den neuen Plänen peilt die Deutsche Bahn eine gestaffelte Inbetriebnahme an, die Ende 2027 erste Entlastungen für die leidgeplagten Bahnkunden bringen soll.

Mit den nun diskutierten Zeitplänen würde selbst das bisherige Negativszenario noch übertroffen. Schon die Möglichkeit einer Eröffnung erst im Jahr 2030 hatte für Aufsehen gesorgt. Der Start des Bahnhofs war zunächst für 2025 geplant gewesen, später wurde der Termin auf 2026 verschoben. Politiker von CDU, Grünen und SPD machten wiederholt deutlich, dass sie eine Inbetriebnahme erst bei einem verlässlichen und pünktlichen Bahnverkehr befürworten. Die Deutsche Bahn hielt dagegen und warnte vor den hohen finanziellen Folgen einer erneuten Verschiebung.

Das Albtraum-Projekt Stuttgart 21

Stuttgart 21 zählt zu den umstrittensten Infrastrukturprojekten Deutschlands. Als das Vorhaben Mitte der 1990er-Jahre vorgestellt wurde, waren Kosten von rund 2,5 Milliarden Euro veranschlagt. Inzwischen liegen die Ausgaben bei deutlich über elf Milliarden Euro – mehr als das Vierfache der ursprünglichen Planung.

Das Projekt wurde immer wieder von Bauproblemen, Klagen, Planänderungen und Kostensteigerungen ausgebremst. Auch der Zeitplan geriet regelmäßig ins Wanken: Statt wie ursprünglich vorgesehen Ende der 2010er-Jahre in Betrieb zu gehen, wurde die Eröffnung mehrfach verschoben und ist bis heute nicht erfolgt.

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