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Schuld ist ausgerechnet Dieter Hallervorden: Generalsekretärin der CDU geht auf eigenen Spitzenkandidaten los

Schuld ist ausgerechnet Dieter Hallervorden: Generalsekretärin der CDU geht auf eigenen Spitzenkandidaten los
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Berlin – Die Bundes-CDU geht massiv auf Distanz zu den jüngsten Vorfällen im sachsen-anhaltischen Landtagswahlkampf. Die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann (44) attackiert den Kabarettisten Dieter Hallervorden (90) scharf, nachdem dieser ausgerechnet auf einer offiziellen CDU-Veranstaltung gegen Unions-Kanzler Friedrich Merz (70, SPD) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) gepoltert hatte.

Hoppermann zu BILD: „Für die CDU Deutschlands ganz klar: Es gibt keinen Völkermord in Gaza, wir stehen an der Seite Israels und der Ukraine im Kampf gegen den Terror und Aggression.“ Damit reagierte sie auf Äußerungen von Hallervorden. Hoppermann weiter: „Wir stehen für Freiheit und wollen uns verteidigen können, damit wir es nicht müssen. Daran wird sich nichts ändern. Wir stehen zur Meinungs- und Kunstfreiheit, doch auch hier gibt es Grenzen – mindestens aber muss die Kunst mit deutlichem Widerspruch leben.“

Der Eklat ereignete sich bei einem gemeinsamen Auftritt des Duos im Rahmen einer Gesprächsreihe, die eigentlich zur Mobilisierung gegen die AfD gedacht war. Doch statt rein landespolitische Themen zu besprechen, nutzte Hallervorden die CDU-Bühne für eine Generalabrechnung mit der Bundespolitik. In einem musikalischen Beitrag kritisierte er Merz scharf, diffamierte Pistorius als „Kriegsminister“ und warf der Bundesregierung eine verfehlte Außenpolitik vor. Zudem wurden im Hintergrund Bilder gezeigt, welche die These eines „Völkermordes in Gaza“ aufgriffen.

Damit rügt die Berliner Parteizentrale indirekt auch die Wahlkampf-Strategie von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze, der die gemeinsame Tournee mit dem Künstler organisiert hatte. Während Landeschef Schulze die Angriffe vor Ort mit Verweis auf die Kunstfreiheit duldete, zog Generalsekretärin Hoppermann nun eine harte rote Linie im Namen der Bundespartei. Der Frontalangriff aus Berlin verdeutlicht die scharfe Abgrenzung der Parteizentrale.

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