Politik

Mail von Martenstein: Sollte ein Politiker ehrlich sein?

Mail von Martenstein: Sollte ein Politiker ehrlich sein?
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vermutlich werden Sie in die Geschichte eingehen. Aber nicht als Ministerpräsident von Thüringen. Sondern, falls die Vorwürfe halbwegs stimmen, als Mogelpackung.

Ihre Doktorarbeit enthielt angeblich so viele Plagiate, dass man mit dem Zählen gar nicht mehr nachkommt, waren das echt 265 Plagiate? Der Titel wurde Ihnen vorerst entzogen, auch „Professor für digitale Transformation“ dürfen Sie sich nicht mehr nennen. Der Lerneffekt bei Ihnen: null komma null.

Für die „FAZ“ schrieben Sie jetzt angeblich als Digitalprof a. D. einen Artikel über ein Digitalthema. Eine Prüfung ergab, dass er vollständig von einer KI stammen dürfte, zumindest größtenteils.

Inzwischen häufen sich Indizien dafür, dass fast Ihr Gesamtwerk aus Artikeln und Reden zu Themen jedweder Art aus der gleichen Quelle stammen könnte, diese Quelle sprudelt leider nicht in Ihrem Kopf.

Ich habe einfach mal, genau wie Sie, die KI gefragt: „Sollte ein Politiker ehrlich sein?“ Meine KI sagt: „Das Vertrauen der Bevölkerung in den Staat hängt stark von der Integrität seiner Führungspersonen ab.“

Na ja. Vielleicht ist es für den Staat manchmal sogar besser, wenn bestimmte Politiker auf die Künstliche Intelligenz zurückgreifen, als auf die eigene, oder? Da bin ich für Einzelfallprüfung.

Viel Glück, Ihr

Harald Martenstein

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