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Angriffe im Kaspischen Meer: Erklärt der Iran jetzt auch der Ukraine den Krieg?

Angriffe im Kaspischen Meer: Erklärt der Iran jetzt auch der Ukraine den Krieg?
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Kiew/Teheran – Das Kaspische Meer droht zu einer neuen Kriegszone zu werden! Nach mehreren ukrainischen Angriffen auf russische und iranische Schiffe sowie eine Ölplattform erwägt Teheran offenbar, aktiv in den Ukraine-Krieg einzugreifen. Der russische Propagandist Stanislaw Krapiwnik sagte dem Portal MK.ru, es sei nicht ausgeschlossen, dass die Mullahs – ähnlich wie Nordkorea – sogar Soldaten in die Ukraine schicken. Damit würden die Grenzen zwischen Ukraine- und Iran-Krieg weiter verschwimmen.

Russland und Iran sehen in den Angriffen eine Ausweitung des Ukraine-Krieges. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow (58) warnte, früher wäre ein solcher Angriff wie auf zwei russische Frachter ein „Kriegsgrund“ gewesen. Schon zuvor hatte die Ukraine nach eigenen Angaben mit Drohnen die Ölplattform Filanowski des russischen Konzerns Lukoil im Kaspischen Meer angegriffen. Außerdem sorgte auch eine Attacke auf einen iranischen Tanker mit einem Toten für Spannungen.

Der Iran drohte mit „nicht vorhersehbaren“ Folgen für die Ukraine und warf Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) vor, „im Auftrag Israels“ zu handeln. Laut „New York Times“ soll Teheran zwischenzeitlich schon erwogen haben, als Vergeltung einen ukrainischen Hafen anzugreifen. Selenskyj erklärte, man greife keine zivilen Schiffe an und bezeichnete den Iran als „direkten Komplizen der russischen Aggression“.

Shahed-Drohnen als Bindeglied

Der ukrainische Angriff traf nicht irgendwelche Frachter: Die Schiffe „Port Olya 2“ und „Begey“ sollen Teil einer militärischen Nachschub-Route zwischen Iran und Russland über das Kaspische Meer gewesen sein und unter anderem Munition sowie Artilleriegranaten transportiert haben. Die „Begey“ lief zudem seit 2022 mehrfach den iranischen Hafen Amirabad an, der als wichtiger Umschlagplatz für iranische Shahed-Drohnen auf dem Weg nach Russland gilt.

Mit genau diesen Drohnen vom Typ Shahed terrorisiert Russland seit Jahren die ukrainischen Städte – und tötete auch zahlreiche Zivilisten. Mittlerweile lässt Moskau die Drohnen unter dem Namen „Geran“ selbst weiterentwickeln. Im Gegenzug für Shaheds bekommt der Iran nach ukrainischen Angaben russische Technologie, Satellitendaten und militärisches Know-how.

Moskau soll Teheran mit Zieldaten helfen

Außerdem wirft Kiew Moskau vor, den Iran bei Angriffen gegen israelische und US-Stützpunkte in der Region mit Zieldaten zu unterstützen. Um solche Angriffe abzuwehren, hatte die Ukraine 2026 eigene Drohnenexperten in den Nahen Osten geschickt.

Nicht nur geografisch, auch politisch rücken die Kriege näher zusammen: Bei der Trauerfeier für den verstorbenen US-Senator Lindsey Graham (†71) in Washington trafen Israels Premier Benjamin Netanjahu (76) und Selenskyj erstmals seit längerer Zeit wieder persönlich aufeinander. Zuvor hatten die Außenminister beider Länder über die gemeinsame Bedrohung durch die russisch-iranische Militärkooperation gesprochen.

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