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Kommentar zum Urteil von BILD-Redakteur Ralph Große-Bley: In Klettes Kopf lebt die RAF noch

Kommentar zum Urteil von BILD-Redakteur Ralph Große-Bley: In Klettes Kopf lebt die RAF noch

Die Rote Armee Fraktion lebt noch – zumindest im Kopf der grauhaarigen Frau im Rentenalter, die am Landgericht Verden zu 13 Jahren Haft verurteilt wurde. Daniela Klette, mutmaßliche RAF-Terroristin, aber nie verurteilt für ihre Beteiligung an den Anschlägen vor rund 35 Jahren. Jetzt endlich hat sie also ihr Urteil für eine Serie von bewaffneten Raubüberfällen zwischen 1999 und 2016.

Zum Glück hat der Rechtsstaat, den Daniela Klette so verachtet, einen langen Atem – Jahrzehnte sind seit dem ersten Millionenraub inzwischen vergangen. Jahrzehnte, in denen sie mit falschen Papieren ein munteres Leben führte, ins Ausland reiste, beim Berliner Karneval der Kulturen tanzte. Geldsorgen hatte sie nie, bei ihrer Festnahme vor 2 Jahren fanden Ermittler in ihrer Wohnung neben Waffen wie Panzerfaust und Kalaschnikow mehrere hunderttausend Euro Bargeld und mehr als 1 Kilo pures Gold.

Reue hat sie vor Gericht nie gezeigt, der Staat bleibt der Feind, der zu bekämpfen ist. Und wenn die Opfer der brutalen Überfälle, an denen sie beteiligt war, bis heute traumatisiert sind, dann liegt das nicht an den Überfällen, sondern an den Kriegen in der Welt und am Staat, der alle ausbeutet. Da jubelte die linksextreme Unterstützer-Szene im Gerichtssaal.

Wer je die Hoffnung hatte, dass sie irgendetwas sagen würde, zu den Terroranschlägen der RAF, an denen sie mutmaßlich beteiligt war, ist ein Träumer. Zum Beispiel im April 1991 der Mord am damaligen Chef der Treuhandanstalt, Detlef Rohwedder.

Es ist ein gutes Zeichen, dass Daniela Klette jetzt endlich die Quittung hat, wenn nicht für die Terroranschläge, dann eben für die Raubüberfälle. Das schlechte Zeichen: Es gibt immer noch genug Linksextreme, die Klette für all das feiern, was sie getan hat.

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