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Interner Brief an Mitarbeiter: Audi-Chef verteidigt Auftritt mit Trump

Interner Brief an Mitarbeiter: Audi-Chef verteidigt Auftritt mit Trump
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Ingolstadt – Dieser Auftritt sorgt für mächtig Ärger! Nach seinem umstrittenen Auftritt mit US-Präsident Donald Trump (80) bei einer Wahlkampfveranstaltung in Georgia gerät Audi-Chef Gernot Döllner (57) massiv unter Druck. Jetzt versucht der Manager, die Wogen zu glätten – mit einem internen Schreiben an die Belegschaft, das BILD vorliegt!

In dem Brief rechtfertigt Döllner seinen gemeinsamen Auftritt mit Trump – kurz vor den Zwischenwahlen (Midterms) in den USA. Dabei räumt der Audi-Boss ein, dass die Bilder von der Wahlkampfbühne als politische Unterstützung des US-Präsidenten verstanden wurden.

Audi-Chef Döllner nimmt Kritik ernst

Wörtlich schreibt Döllner in dem Mitarbeiterbrief: „Gleichzeitig sehen wir, dass der Rahmen der Ankündigung als politisches Signal wahrgenommen wurde. Das nehmen wir sehr ernst.“

Hintergrund: Am Samstag hatte Döllner gemeinsam mit Trump den geplanten Bau eines neuen Audi-Werks in Georgia angekündigt. Rund vier Milliarden Dollar sollen investiert, 4500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Währenddessen sollen in Deutschland bis 2029 rund 7500 Stellen bei Audi wegfallen.

Der Auftritt löste heftige Kritik aus. VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo (51) sprach von „aktiver Wahlkampfhilfe“, IG-Metall-Chefin Christiane Benner (58) bezeichnete die Inszenierung als „höchst peinlich“ und „politisch inakzeptabel“.

Audi-Chef: „Entscheidung im Interesse des Unternehmens getroffen“

Jetzt erklärte Döllner erstmals ausführlich, wie es zu dem umstrittenen Auftritt kam. Demnach seien er und Produktionsvorstand Gerd Walker nach Georgia gereist, um vertrauliche Verhandlungen über das geplante Werk voranzutreiben. Eine vorherige Information sei deshalb nicht möglich gewesen.

Dann die entscheidende Passage: „Im Rahmen unserer Gespräche wurden wir gebeten, unsere Pläne gemeinsam mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika öffentlich vorzustellen.“ Die Entscheidung, dieser Einladung zu folgen, habe man „ausschließlich im Interesse des Unternehmens getroffen“.

US-Produktion keine Entscheidung gegen Deutschland

Döllner liefert auch eine wirtschaftliche Begründung. Das US-Geschäft von Audi sei derzeit nicht profitabel. Eine eigene Produktion könne Handels- und Währungsrisiken reduzieren. Das neue Werk sei deshalb „keine Entscheidung gegen Deutschland“. Im Klartext: Audis Trump-Deal könnte die akute finanzielle Belastung durch US-Zölle senken und damit dem Unternehmen insgesamt helfen.

Zum Schluss versichert der Audi-Chef: „Wir stehen zu den Werten und Grundsätzen unseres Unternehmens.“

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