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Er wurde nur 59 Jahre alt: Berühmtester Borkumer gestorben

Er wurde nur 59 Jahre alt: Berühmtester Borkumer gestorben
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Borkum (Niedersachsen) – Wer schon mal auf Borkum geurlaubt hat, kennt ihn: Albertus Akkermann führte Menschen durch den Schlick, sang ihnen Lieder vom Meer und machte das Watt zu einem Erlebnis: Der Mann mit Vollbart und Seemannsmütze war der dienstälteste Wattführer auf Borkum. In Gummistiefeln, mit Akkordeon und ostfriesischem Humor begeisterte er seit mehr als 35 Jahren Tausende Besucher. Jetzt ist er nach schwerer Krankheit mit 59 gestorben.

Akkermann war ein Inselkind durch und durch. Borkum, die Nordsee, die Natur – das war seine Welt. Sein Wissen gab er mit Begeisterung weiter, charmant und voller Witz. Doch er erzählte seine Geschichten nicht einfach nur. Er sang sie! Das machte den „singenden Wattführer“ weit über die Insel hinaus bekannt. Seine „Watt’n Konzert“-Auftritte bleiben unvergessen.

Akkermann war mehr als nur Wattführer

Akkermann lebte seine Heimat mit jeder Faser. Auf seiner Homepage schrieb er, er sei „auf einem der schönsten Sandhaufen dieser Erde“ geboren. Er war Musiker, Gastgeber, Inselbotschafter – und einer, der das Watt wie kein Zweiter verstand. Mit der Folkgruppe Triangel stand er auf der Bühne, komponierte u.a. das Lied „Töwerland“ (Zauberland) für die Nachbar-Insel Juist, das dort zur inoffiziellen Hymne wurde. Zugleich führte er den Familienbetrieb fort: ein Feriendomizil auf Borkum. Daneben setzte er sich für den Tier- und Klimaschutz ein und engagierte sich politisch für die SPD.

Mit Wattwanderungen an Wochenenden und in den Semesterferien finanzierte Akkermann sein Studium. Ursprünglich wollte er Lehrer werden, für Deutsch, Religion und Musik. Doch statt des Staatsexamens legte er die Prüfung zum staatlichen Wattführer ab.

Während Corona ein YouTube-Star

Während der Corona-Pandemie stellte sich Akkermann mit seinem Akkordeon ans Meer und sang. Mit seinen Liedern wollte er Hoffnung in schwierigen Zeiten schenken. Über YouTube erreichte er damit Hunderttausende und wurde zum Star, zum berühmtesten Borkumer.

Eine Institution an der Nordseeküste

Der Tierschutzverein der Insel nahm mit einem Trauer-Post auf Facebook Abschied: „Mit Albertus verliert unsere Insel eine Persönlichkeit, die Borkum geprägt hat wie nur wenige. Sein Wissen über das Wattenmeer, seine Musik und seine tiefe Verbundenheit mit seiner Heimat werden unvergessen bleiben.“

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