Berlin – Linken-Wahlsiegerin Elif Eralp (45) will Berlin regieren. Doch vor einem Mann aus der radikalen Palästina-Szene hat sie laut „Spiegel“ Angst: Ibrahim Ibrahim (69). Der Israel-Hasser gilt als führender Unterstützer der linken Terrororganisation PFLP – und ist auch in der Berliner Linkspartei bestens vernetzt.
Der „Spiegel“ hatte Elif Eralp interviewt und ihr das Gespräch vor der Veröffentlichung zur Abnahme geschickt. In ihrer Antwort strich die Linken-Politikerin eine Frage zu genau diesem Ibrahim Ibrahim. Die brisanten internen Kommentare wurden versehentlich dem „Spiegel“ mitgeschickt. Darin schrieb Eralp, sie und ihr Mann hätten „Angst vor diesen Leuten“, und fragte verzweifelt: „Was mache ich jetzt? Ich hätte dieses Interview niemals zusagen dürfen.“ Und weiter: „Ich kann mich und meine Familie für den Spiegel nicht in Gefahr bringen.“
Nun ist der Mann, vor dem Elif Eralp Angst hat, in der Linkspartei bestens bekannt. Bei der Wahlparty der Linken nach den Berliner Abgeordnetenhaus-Wahlen ließ sich die umstrittene Linken-Abgeordnete Vanessa Emde Arm in Arm mit ihm fotografieren. Auch mit dem Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak (47) feierte er. Koçak wiederum geriet wegen seiner Nähe zu Berliner Clan-Größen unter Druck. Fotos zeigen, dass auch Ibrahim mit Mitgliedern des Remmo-Clans bestens bekannt ist. Kontakte in die deutsche Politik suchte er schon früher: 2019 unterstützte er als Vertreter der „Sympathisanten der PFLP“ öffentlich die kommunistische Kleinstpartei MLPD.
Die PFLP blickt auf eine blutige Terrorgeschichte zurück, auch in Deutschland. 1977 entführten Terroristen einer PFLP-Abspaltung die Lufthansa-Maschine „Landshut“, um unter anderem RAF-Häftlinge freizupressen. Dabei ermordeten sie Flugkapitän Jürgen Schumann (†37).
Ibrahim gilt als führender Vertreter des „Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees“ (VPNK). Der Berliner Verfassungsschutz stuft das Bündnis als extremistisch ein. Unter dem VPNK-Label agieren demnach „Anhänger der PFLP und Hamas gemeinsam“. Beide Organisationen verbindet ihre Feindschaft gegenüber Israel. Ibrahim weist allerdings den Vorwurf zurück, Terrorismus zu unterstützen. Aber: Nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 soll er laut „Spiegel“ Hamas-Führer Yahya Sinwar (†61) als „Märtyrerhelden“ bezeichnet haben.
„Das Blut der Märtyrer ebnet uns den Weg“
Nach BILD-Informationen wird Ibrahim Ibrahim zudem in einem Bericht eines befreundeten Geheimdienstes über Hamas-nahe Strukturen in Deutschland namentlich erwähnt. Demnach war er früher Vorstandsmitglied der „Palestinian Community in Germany“ (PGD), die in dem Bericht als Hamas-nah eingestuft wird. Im Januar 2024 besuchte Ibrahim gemeinsam mit weiteren VPNK-Vertretern die südafrikanische Botschaft in Berlin. Zu der Delegation gehörte auch Majed Al-Zeer (63), der als führender Hamas-Funktionär in Deutschland gilt.
Wie radikal Ibrahim denkt, zeigen auch Aussagen bei einer Gedenkveranstaltung 2015: „Das Blut der Märtyrer ebnet uns den Weg in die Freiheit.“ 2017 soll er die Hisbollah und deren „Widerstand“ gelobt und von einer „brillanten Leistung der Standhaftigkeit, des Blutes und der Opferbereitschaft“ gesprochen haben.
„Deutscher Staatsbürger palästinensischer Herkunft“
Nach eigenen Angaben in der „Jungen Welt“ vom Oktober 2026 ist er „deutscher Staatsbürger palästinensischer Herkunft“. Wann er nach Deutschland kam und wie, ist nicht bekannt. Ebenso wenig weiß man darüber, wie er seinen Lebensunterhalt bestreitet. Ibrahim Ibrahim wird als Vorsitzender des Demokratischen Komitees Palästina e. V. geführt. Ob er dafür eine Vergütung erhält, ist ebenfalls nicht bekannt.