Harry Kane gab nicht nur auf dem Platz die Richtung vor. Nach seinem zweiten Tor im Pokalfinale drehte er jubelnd ab und rannte in Richtung der Münchner Fankurve. Der Stürmer winkte seinen Teamkollegen zu und holte sie mit zu den Anhängern zum Feiern. Spätestens nach diesem Treffer war ihm klar, dass das Spiel entschieden ist und der FC Bayern München den DFB-Pokal gewinnen wird. Der überragende Engländer ließ noch ein drittes Tor folgen, er schoss die Bayern im Alleingang zum 3:0 gegen Stuttgart und damit zum Pokalsieg.
Das erste Tor erzielte er per Kopf, vor dem 2:0 schoss er den Ball zunächst an das Lattenkreuz, um sich dann mit einer überragenden Körperdrehung Platz im Strafraum zu verschaffen. Seine Gala-Vorstellung krönte der 32-Jährige mit einem sicher verwandelten Elfmeter.
Wenig überraschend wurde Kane zum „Man of the Match“ gewählt. „Ich habe mich so sehr auf dieses Finale gefreut. Ich habe so viel Gutes darüber gehört. Das ist schon einer der besten Momente meiner Karriere. In einem Finale einen Hattrick zu machen, ist schon sehr speziell. Daran werde ich mich mein Leben lang erinnern. Ich bin stolz darauf. Es war ein hartes Spiel, wir haben in den richtigen Momenten die Tore gemacht“, sagte Kane bei Sky.
Kane erzielte 61 Tore in 51 Spielen
Mit seinem Hattrick krönte der Stürmer seine beeindruckende Saison. Auf seinem Konto stehen 36 Tore in der Bundesliga, 14 Treffer in der Champions League, zehn Tore im DFB-Pokal und eines im Supercup. Kane kommt auf schier unglaubliche 61 Tore in 51 Spielen. „Der beste Transfer, den wir je gemacht haben“, sagte Uli Hoeneß.
Neben der kleinen Trophäe für den „Man of the Match“ sicherte sich Kane nach dem Abpfiff auch den Spielball. „Es ist einfach würdig, dass er mit seinem Hattrick das Pokalfinale entscheidet“, sagte Bayerns Sportvorstand Max Eberl.
Auch der Gegner zollte dem Superstürmer Respekt. „Er ist sein drittes Jahr bei den Bayern, der Mann trifft wie er will. Er macht die Dinger einfach eiskalt“, sagte Deniz Undav. Die Enttäuschung war beim Stuttgarter Stürmer nicht allzu groß. „Wir können trotzdem stolz sein. Es gibt Schlimmeres, als gegen die Bayern zu verlieren.“