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CDU schickt Austrittserklärung an AfD-Politiker: „Bei Bedarf verwenden“

CDU schickt Austrittserklärung an AfD-Politiker: „Bei Bedarf verwenden“
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Berlin – Die CDU geht frontal auf die AfD los. Mit einer rund 30 Seiten starken Broschüre mit dem Titel „Abstieg für Deutschland“ hat die CDU alle Bundestagsabgeordneten der AfD angeschrieben. Im Umschlag: scharfe Kritik – und ein Muster für ein Austrittsschreiben liegt gleich dabei.

Eine CDU-Sprecherin bestätigte die Aktion. Auslöser der Aktion: ein Auftritt von AfD-Fraktionsgeschäftsführer Bernd Baumann. Er hatte kürzlich ein Exemplar der Broschüre in der CDU-Zentrale in Berlin abgeholt und das per Video veröffentlicht.

Im Begleitschreiben kontert die CDU nun spitz: „Damit künftig nicht jedes Mitglied Ihrer Bundestagsfraktion einzeln vorbeikommen muss, übernehmen wir das gern als kleinen Service und stellen Ihnen die Broschüre anbei zur Verfügung“. Zuerst berichtete das Portal „Nius“ über die Aktion.

AfD spricht von „Scherz-Briefchen“

In der Broschüre wirft die CDU der AfD vor, eine Gefahr für die Demokratie zu sein und an ihrer Abschaffung zu arbeiten. Die Partei wird als völkisch und antisemitisch bezeichnet. Die CDU zitiert als vermeintlichen Beleg dafür prominente AfD-Vertreter. Zudem verweist die CDU darauf, dass Verfassungsschutzbehörden einzelne AfD-Landesverbände als rechtsextremistisch einstufen.

Dem CDU-Brief liegt ein „Muster-Austrittsschreiben“ bei, versehen mit dem Hinweis: „Dieses können Sie bei Bedarf unmittelbar verwenden.“ Darin heißt es, nach Lektüre der Broschüre „sehe ich mich in meiner Entscheidung bestätigt, dass ich dieser Partei politisch und persönlich nicht weiter angehören möchte“.

Die AfD-Fraktion bestätigte den Eingang der Schreiben. Fraktionsmanager Bernd Baumann reagierte scharf. Er sagte: „Deutschlands Wirtschaft ist im freien Fall, unseren Sozialsystemen droht der Kollaps, und aus der CDU-Zentrale kommen nur Lügenpamphlete und Scherz-Briefchen an die AfD.“

Die Broschüre wird online zum Herunterladen angeboten. Über den „CDU-Shop“ auf der Internetseite der Partei wurden nach Angaben der Sprecherin mehr als 25.000 Print-Exemplare bestellt.

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