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Berlin: Judenhass in Café – wegen Israel-Flagge rausgeschmissen

Berlin: Judenhass in Café – wegen Israel-Flagge rausgeschmissen
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Berlin – Judenhass im Herzen der Hauptstadt! Wegen einer Israel-Flagge wurden Gäste aus einem Café am Potsdamer Platz geworfen. Die Polizei musste sie dabei sogar vor einem aufgebrachten Mob schützen. Der unfassbare Vorfall ereignete sich nach BILD-Informationen am Samstagnachmittag am Rande einer pro-palästinensischen Demonstration in Berlin-Mitte.

Während bei der Kundgebung am Potsdamer Platz gegen Israel gehetzt wurde, zeigten Besucher des Cafés „Espresso House“ Haltung – mit einer israelischen Flagge.

Video von Judenhass bei Social Media

Ein Video, das mehrere pro-palästinensische Influencer auf der Plattform Instagram teilten und bejubelten, zeigt eine Gruppe an einem Tisch im abgetrennten Außenbereich des Ladens sitzen. Eine Frau trägt eine Israel-Flagge um die Schultern, während ein Mitarbeiter mit ihr spricht. Polizisten haben sich um die Absperrung postiert. Sie müssen die filmenden Israel-Hasser immer wieder ermahnen, Abstand zu halten.

In der Videobeschreibung heißt es auf Englisch: „Italienischer Café-Besitzer wirft israelische Touristen wegen Israel-Flagge raus“.

Auf den Aufnahmen ist weiter zu sehen, wie die Gruppe das Café verlässt. Unter Polizeischutz müssen die zwei Frauen und ein Mann beim Herausgehen vor dem Mob geschützt werden – aus der Menge ist Gejohle zu hören.

Auch im Netz wird die Videosequenz genutzt, um offen gegen Juden und Israel zu hetzen, der Café-Rauswurf sei richtig gewesen.

„Schande für das weltoffene Berlin“

Jochen Feilcke, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, ist bestürzt: „Eine Schande für das weltoffene Berlin. Der Vorfall erfordert eine klare Antwort der Berliner Politik.“ Das Geschehene hält er für strafrechtlich relevant und hofft auf entsprechende Strafverfolgung.

Dass es dazu tatsächlich kommt, ist jedoch fraglich. Ob nach dem Vorfall Anzeigen erstattet wurden, konnte ein Sprecher der Berliner Polizei auf Nachfrage am Montag nicht beantworten. „Ich wünsche mir hier einen Aufstand der Anständigen und eine Ächtung des Lokals“, so Jochen Feilcke.

Der Betreiber der Kette „Espresso House“ ließ eine BILD-Anfrage zu den Gründen für den Rauswurf der Gruppe unbeantwortet. Gegenüber der Berliner Zeitung äußerte sich Nikolas Niebuhr, Geschäftsführer des Unternehmens mit Sitz in Hamburg, jedoch. Demnach hätten der Mann und die Frau im Café angeblich lautstark Parolen gerufen, als die Demo vorbeilief. „Gäste haben sich gestört gefühlt und darüber beschwert“, behauptet Niebuhr. Der Geschäftsführer weiter: „Wir wollen nicht Teil einer Demo sein. Wir wollen einfach nur Kaffee verkaufen.“

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