Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) – Löste ein Patient den tödlichen Brand in einem Krankenhaus in Ludwigslust am Donnerstagmorgen aus? Bei dem Feuer starben zwei Männer, die zur Behandlung in der Klinik waren. Ein weiterer Patient erlitt eine Rauchgasvergiftung.
Um 4.28 Uhr ging der Feueralarm bei den Behörden ein. Im Obergeschoss des Radiologiegebäudetraktes der Klinik in Mecklenburg-Vorpommern war ein Brand ausgebrochen. Die Flammen fraßen sich schnell zum Dachstuhl. Die 86 Patienten und rund 20 Klinikmitarbeiter wurden in Sicherheit gebracht – zum Teil in Krankenbetten oder Rollstühlen.
Patienten beim Rauchen erwischt
Ausgebrochen war das Feuer in einem Patientenzimmer im Obergeschoss auf der Station der Gefäßchirurgie. Dort wurde auch ein Toter geborgen, dessen Identität noch ungeklärt ist. Im Nachbarzimmer starb ein 85-jähriger Deutscher vermutlich an einer Rauchgasvergiftung. Es wurde noch versucht, einen der beiden Patienten zu reanimieren, ohne Erfolg.
Nach BILD-Informationen geht die Polizei Hinweisen nach, dass der Patient im Brandzimmer geraucht haben könnte. Mehrmals sei der Mann vom Personal beim Rauchen erwischt und ermahnt worden, angeblich das letzte Mal am Tag vor dem Brand. Brandermittler der Kriminalpolizei sind seit dem Morgen vor Ort und untersuchen den Auslöser für das verheerende Feuer.
Großeinsatz mit acht Feuerwehren
Am Morgen herrschte in Ludwigslust Großalarm: Acht Freiwillige Feuerwehren waren ausgerückt, 90 Feuerwehrleute sowie 20 Sanitäter waren im Einsatz. Die Lage war am frühen Morgen unübersichtlich. Zunächst wurden zahlreiche Verletzte vermutet. Die Pressesprecherin des Landkreises widersprach: Sie erklärte, dass neben den zwei toten Patienten ein Patient eine Rauchgasvergiftung erlitten habe.
Am Vormittag wurde der Brand unter Kontrolle gebracht. Die evakuierten Patienten kehrten in Teile der Klinik zurück, die nicht vom Feuer betroffen waren. Fünf Patienten wurden in andere Krankenhäuser verlegt. Die Notaufnahme der Klinik ist zurzeit noch geschlossen.