Mexiko-Stadt – Dunkle Wolken über dem Aztekenstadion – und das nicht symbolisch! Zum WM-Auftakt am Donnerstag zwischen Gastgeber Mexiko und Südafrika (13 Uhr Ortszeit/21 Uhr deutscher Zeit) droht echtes Wetter-Chaos. Für Mexiko-Stadt sind Starkregen, Gewitter, Hagel und kräftige Windböen angekündigt. Die Behörden riefen in der 23-Millionen-Metropole zuletzt mehrfach Alarmstufe Orange aus.
Und es kommt noch dicker. Vor der südpazifischen Küste Mexikos hat sich Tropensturm „Boris“ gebildet. Ob und wie stark er Einfluss auf die Hauptstadt nimmt, ist offen – doch die Sorge wächst. Deshalb gelten in Nordamerika knallharte Unwetter-Regeln! Sobald ein Blitz im Umkreis von rund 13 Kilometern ums Stadion registriert wird, muss das Spiel sofort unterbrochen werden. Beide Teams verschwinden in den Kabinen, die Zuschauer werden aufgefordert, Schutz zu suchen.
Und dann greift die 30-Minuten-Regel: Erst 30 Minuten nach dem letzten Blitz darf weitergespielt werden. Jeder neue Einschlag setzt die Uhr wieder auf null. Heißt im Klartext: Es drohen stundenlange Verzögerungen!
Meteorologe Sebastian Wache warnt sogar vor einer „Blitz-Dauerschleife“. Und Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net sagt BILD: „Im Süden und Südwesten der USA staut sich die Hitze, während in Mexiko und an der Golfküste täglich Schauer und Gewitter durchziehen.“ Dazu kommt drückende Schwüle – perfekte Bedingungen für heftige Gewitterzellen.
Gluthitze beim WM-Start
Und das ist erst der Anfang. Die gesamte WM könnte vom Wetter beeinflusst werden: Gluthitze im Süden, Tornado-Gefahr im Mittleren Westen, tägliche Gewitter in Florida und Mexiko. Während auf dem Rasen die Stars auftreten sollen – in Mexiko unter anderem Alejandro Fernández, Belinda und Lila Downs – blicken die Veranstalter nervös gen Himmel.
Eine weitere offene Frage vor dem WM-Auftakt: Taucht Donald Trump zur Eröffnung auf? Der US-Präsident ist eng mit Fifa-Boss Gianni Infantino verbunden. Politisch wäre sein Besuch brisant. Die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko gelten seit Langem als angespannt. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat zudem mit angekündigten Protesten im Land zu kämpfen.
Fest steht: Fußballfieber herrscht trotzdem, vor allem in Mexiko. Trikots überall, Fahnen an jeder Ecke, WM ist Gesprächsthema Nummer 1. Doch wann der Ball rollt, entscheidet der Wettergott.